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Junges Unternehmen: Erster Standort New York, zweiter: Düsseldorf

Junges Unternehmen : Erster Standort New York, zweiter: Düsseldorf

Fero Labs analysiert industrielle Produktionsprozesse und ist damit erfolgreich. Das Unternehmen setzt auf sein buntes Team und seinen fundierten wissenschaftlichen Hintergrund.

Wenn ein junges Unternehmen sich entschließt, einen zweiten Standort zu eröffnen, ist das eine häufig risikoreiche Entscheidung. Am Ort der Wahl müssen viele Faktoren ineinandergreifen, damit die Expansion auf lange Sicht erfolgreich ist. Für die Verantwortlichen von Fero Labs kam für ihren neuen Firmenstandort in Deutschland besonders eine Stadt in Frage, da diese ihnen ideale Bedingungen bot: „Es war relativ schnell klar, dass wir nach Düsseldorf wollten. Zum einen hat uns die hohe Dichte an schon bestehenden und potenziellen Kunden überzeugt“, sagt Tim Eschert von Fero Labs. „Zum anderen ist die Stadt und das Umland als Universitäts- und Bildungsstandort gut dafür geeignet, neue Talente zu finden.“

Der 27-jährige Ingenieur verbrachte während seines Maschinenbau-Studiums einige Zeit als Gastwissenschaftler an der Columbia Universität in New York. Dort gründete er mit anderen Studenten und Dozenten 2016 Fero Labs. Ein Jahr später expandierte das Unternehmen nach Düsseldorf. Der Fokus liegt auf der Analyse von Daten aus industriellen Produktionsprozessen, um diese zu verbessern. „Mithilfe unserer Software können zum Beispiel die Emissionen eines Kraftwerks prognostiziert und optimiert werden“, erklärt Eschert. Industrieunternehmen aus unterschiedlichsten Branchen arbeiten inzwischen mit dem 15-köpfigen Team von Fero Labs zusammen. Vom deutschen Konzern Henkel über den amerikanischen Softwareriesen Microsoft bis zum brasilianischen Stahlhersteller Gerdau gehören viele global tätige Unternehmen zum Kundenstamm des Start-ups.

Auch Fero Labs selbst ist so international wie fachlich vielfältig aufgestellt: „Vom Experten für Telekommunikation über Ingenieure bis zu Professoren haben wir ein bunt zusammengewürfeltes Team mit einem sehr fundierten wissenschaftlichen Hintergrund“, berichtet Eschert. „Gleichzeitig sind wir mit unserer ,Machine learning’-Software nicht nur in der Lage, Prozesse zu analysieren. Wir können den Unternehmen auch genau erklären, warum diese Ergebnisse zustande kommen.“ Trotz des internationalen Erfolgs ist das Unternehmen laut Eschert bei seiner Zukunftsplanung nach wie vor so flexibel wie andere Start-ups: „Wir sind sehr agil und achten ständig darauf, welche Märkte interessant und relevant sein könnten und ob neue Industriezweige ebenfalls für uns in Frage kommen.“ Fero Labs wird so von New York und Düsseldorf aus versuchen, weiter zu expandieren.

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