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Erster Rotkreuztag im Medienhafen in Düsseldorf

Aktionstag : Im Teddy-Krankenwagen werden auch Pinguine verarztet

Der jährliche Weltrotkreuztag wurde zu Ehren von Henry Dunant, dem Begründer der Internationalen Rotkreuz-Bewegung, eingeführt. Im Medienhafen feierte das DRK jetzt zum ersten Mal diesen Tag mit einer bunten Veranstaltung.

„Normalerweise haben wir am Weltrotkreuztag nur kleine Aktionen. Die Idee, etwas Größeres zu machen, gibt es aber schon länger. Hier können wir den Besuchern zeigen, was das Rote Kreuz alles macht“, sagt Jasmin Schürgers, Pressesprecherin beim DRK. „Und wenn es gut läuft, werden wir alle zwei Jahre feiern.“

Viele Infostände informieren über die Arbeit des DRK. Die Jugendberufshilfe als Kooperationspartner versorgt die Gäste mit Speisen und Getränken. Das Bühnenprogramm kann sich sehen und hören lassen. Besonders die kleinen Besucher kommen auf ihre Kosten. Am Teddy-Krankenwagen stehen sie Schlange, um „verletzte“ Plüschtiere zu verarzten. Rafael (6) schaut sich prüfend einen kleinen Pinguin an. Dann schnappt er sich einen der abgelaufenen Verbände und legt los. Anscheinend ist der Flügel des Tieres gebrochen. „Zu Hause habe ich auch schon Kuscheltiere verbunden. Das ist nicht schwer“, sagt er ganz cool.

Die meisten Kinder sehen einen Rettungswagen zum ersten Mal von innen und schauen sich neugierig um. „Kinder haben oft den Eindruck ein Krankenwagen ist groß, laut, und da sind komische Menschen drin. Hier können sie die Angst vor dem unbekannten Auto verlieren“, erklärt Angelika Jaroschek.

An einem anderen Stand üben Kinder Wiederbelebungsmaßnahmen an einem Dummy. Unter Anleitung führen sie eine Herzdruckmassage durch und lernen, zu beatmen. Die Frage, warum man den Menschen küssen solle, sorgt für Heiterkeit. „Erwachsene finden das auch oft eklig“, sagt Erste-Hilfe-Ausbilderin Charlotte Oberste-Frielinghaus. „Kinder haben meist eine niedrigere Hemmschwelle. Sie nehmen die Übungen auch ernster als Erwachsene, selbst wenn sie noch nicht so ganz verstehen, warum sie Rettungsmaßnahmen üben.“

Am Stand des Demenznetzes wollen Ehrenamtler die Besucher für diese Krankheit sensibilisieren. Adele Auer versucht einen Stern nachzuzeichnen, den sie nur über einen Spiegel sehen kann – ein schweres Unterfangen. „Das war ein ganz schlimmes Gefühl. Ich habe mich so darauf konzentriert, das zu machen, aber der Körper will was anderes. Es ist erschütternd zu sehen, wie andere das erleben“, findet Auer.