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Düsseldorf: Erste S-Bahn-Züge mit Toilette fahren ab Dezember auf der S8

Düsseldorf : Erste S-Bahn-Züge mit Toilette fahren ab Dezember auf der S8

Fahrgäste auf der S-Bahn-Linie 8 können sich auf neue Fahrzeuge freuen. Zum Fahrplanwechsel am 14. Dezember nehmen die Deutsche Bahn und der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) 28 hochmoderne Züge in Betrieb. Davon werden auch die Nutzer der Linie S6 profitieren: Dort ersetzen die erst sechs Jahre alten Vorgängermodelle der S8 die überalterten Fahrzeuge. Das soll die Pünktlichkeit dieser Linie deutlich erhöhen.

Für die Fahrgäste auf der S8 - rund 70 000 am Tag - sollen die neuen Züge mehrere große Vorteile bringen. Sie verfügen über eine hohe Beschleunigung und einen Antrieb auf allen Achsen, der störungsfreies Fahren auch bei schlechter Witterung ermöglichen soll. Dadurch sind die Züge laut VRR besser in der Lage, Verspätungen aufzuholen. Beim Verkehrsverbund spricht man vom "Porsche unter den S-Bahnen". Zu den Neuerungen gehören auch ausfahrbare Schiebetritte, die Ein- und Ausstieg erleichtern. Manche Stationen verfügen aber noch über eine 20 Zentimeter höhere Bahnsteigkante, die den Einstieg mit Rollstuhl oder Kinderwagen erschwert. Diese sollen nach und nach angepasst werden.

Eine echte Neuerung sind Toiletten - die gab es vorher in noch keiner elektrischen S-Bahn im VRR. Die behindertengerechten Sanitäranlagen, zu denen auch ein Wickeltisch gehört, waren seit langem ein Wunsch von Fahrgastverbänden, Senioren- und Behindertenvertretern sowie NRW-Verkehrsminister Michael Groschek. Laut VRR sind sie insbesondere auf der S8 wichtig, die mit einer Streckenlänge von 117 Kilometern fast einem Regionalzug entspricht und von vielen Fahrgästen für längere Wege genutzt wird. Die Linie startet in Mönchengladbach und endet (ab Hagen unter der Bezeichnung S5) in Dortmund. Die Bahn verspricht eine sorgfältige Pflege, die Toiletten sollen täglich umfassend gereinigt werden.

Die Züge vom Typ Coradia Continental stammen von der Alstom Transport GmbH. Die 28 Fahrzeuge haben rund 140 Millionen Euro gekostet.

(arl)