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Düsseldorf: Erste Container für Flüchtlinge

Düsseldorf : Erste Container für Flüchtlinge

An der Benrodestraße in Benrath hat gestern der Bau des ersten mobilen Flüchtlingsheims in Düsseldorf begonnen. Ein Unternehmen aus Baden-Württemberg lieferte die ersten 30 von 180 Containern an. In einigen Wochen sollen rund 200 Menschen einziehen.

Die Wohncontaineranlage wird errichtet auf einem Grundstück der städtischen Immobilien-Tochter IDR. Die Anlage soll Ende des kommenden Jahres wieder abgebaut werden.

Über den Bau dieses Heims war schon entschieden worden, bevor die Stadt im Januar die Liste mit zwölf weiteren Standorten für Mobilheime vorlegte. Die Stadt entschloss sich in Benrath für ein System aus einfachen Containern, auch, weil das Heim nur für zwei Jahre genutzt werden kann.

Beispielhaft für die weiteren, bald entstehenden Anlagen sei die Benrodestraße deshalb nicht, sagt die städtische Flüchtlingsbeauftragte Miriam Koch. "Die nächsten Mobilheime werden anders aussehen." Sie besichtigte gestern in Köln ein Heim in hochwertigerer und langlebigerer Modulbauweise. Wie genau die weiteren Anlagen gestaltet werden sollen, ist noch nicht klar.

Weil die Zahl der Flüchtlinge bis Jahresende auf 4000 steigen und sich damit im Vergleich zum jetzigen Stand mehr als verdoppeln soll, steht die Stadt unter hohem Zeitdruck bei der Schaffung von Unterkünften. Da es an freien Wohnungen fehlt, sollen an vielen Stellen der Stadt Mobilheime mit jeweils 200 Plätzen entstehen. Diese Kapazität hat sich aus Sicht des Sozialamts bewährt, größer sollen die einzelnen Standorte nicht werden.

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Die Stadt hatte im Januar zwölf Standorte mit "Priorität 1" veröffentlicht. Von diesen sind laut einer aktuellen Mitteilung nur noch neun übrig - ohne Angabe von Gründen: Der Flinger Broich (Flingern) ist weggefallen, genau wie eines der beiden Grundstücke am Leuchtenberger Kirchweg (Kaiserswerth). Der Standort Am Bongard (Ludenberg) ist auf die Liste mit der "Priorität 2/3" gerutscht, auf der nun insgesamt 13 Grundstücke stehen. Bis zu den Osterferien sollen die Bauvoranfragen in den Bezirksvertretungen vorliegen. Die ersten dieser Mobilheime sollen dann nach den Sommerferien bezugsfertig sein.

(RP)