Düsseldorf: Erneut Feuer in ehemaliger Flüchtlingsunterkunft

Düsseldorf : Erneut Feuer in ehemaliger Flüchtlingsunterkunft

Zehn Tage nach dem Großbrand in einer Flüchtlingsunterkunft in Düsseldorf ist in der Messehalle am Freitagabend erneut ein Feuer ausgebrochen. Offenbar wurde die Deckenkontruktion durch Glutnester erneut in Brand gesetzt.

In der Halle habe sich Abrissmaterial, das an der Seite gelagert wurde, entzündet, erklärte die Feuerwehr Düsseldorf auf Nachfrage. Es handele sich dabei um die ehemalige Deckenkonstruktion, die aus Leimbindern gefertigt wurde und vermutlich durch noch bestehende Glutnester in Brand gesetzt worden sei.

Nach Angaben der Feuerwehr brannte der meterhohe Schuttberg auf einer Länge von 80 Metern. Die Feuerwehr ging mit Löschrohren und Wasserwerfern dagegen vor. Mit schwerem Gerät wurden große Balken auseinandergezogen, die Feuerwehrleute waren die ganze Nacht im Einsatz.

Die Einsatzkräfte konnten das Feuer in Laufe der Nacht unter Kontrolle bringen. Im Laufe des Samstags will die Feuerwehr die Brandstelle aber noch regelmäßig nach weiteren Glutnestern kontrollieren. Verletzt wurde bei dem Brand niemand.

In der Lagerhalle, die als Flüchtlingsunterkunft diente, war am 7. Juni ein Großbrand ausgebrochen. Ein Bewohner der Unterkunft hatte hochprozentigen Schnaps über ein Bett geschüttet und angezündet. Die Flammen griffen rasend schnell um sich, zerstörten mit den Habseligkeiten der Flüchtlinge am Ende die gesamte Lagerhalle der Messe. 28 Flüchtlinge und ein Betreuer erlitten Rauchvergiftungen, ein Feuerwehrmann wurde im Einsatz verletzt. Den Sachschaden schätzen Experten auf zehn Millionen Euro.

(das)
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