Düsseldorf: Erhaltungsgebiete für Gaslicht noch nicht geklärt

Düsseldorf: Erhaltungsgebiete für Gaslicht noch nicht geklärt

Die "Initiative Düsseldorfer Gaslicht" hat gestern erneut gegen die Pläne für einen Abriss der meisten Gaslaternen protestiert - diesmal im Kom(m)ödchen, weil dessen Chef Kay Lorentz sich auch für die historische Straßenbeleuchtung engagiert. "Wir wollen das Gaslicht unbedingt komplett erhalten", sagte Christiane Oxenfort, Intendantin des Düsseldorf Festivals. In der Initiative engagierten sich "Bürger, Künstler, Rentner, Hausfrauen und Jugendliche" aus vielen Stadtteilen, so Oxenfort. Nach Ansicht der Abriss-Gegner liegen die Argumente klar auf ihrer Seite. So sei die Umrüstung auf LED-Licht zum Beispiel deutlich teurer als von der Stadtverwaltung angegeben. "Es geht uns nicht um eine romantische Spinnerei, sondern auch um wirtschaftliche Vorteile", so Lutz Cleffmann.

Der Stadtrat wird aller Voraussicht nach im Dezember die Grundsatzentscheidung gegen das Gaslicht treffen. Nach den Plänen von Verkehrsdezernent Stephan Keller sollen rund 10.000 der 14.600 verbliebenen Gaslaternen im Laufe der nächsten 25 Jahre auf LED-Technik umgerüstet werden. Die Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP wird wohl zustimmen. Nur in sogenannten Erhaltungszonen soll das Gaslicht bleiben. Wo diese genau liegen, ist noch nicht geklärt. Es stehen Gespräche mit der Denkmalbehörde aus, Angaben der Stadt zufolge, weil man dort auf einen Termin wartet. Vorgesehen ist, dass die Laternen in solchen Gebieten bleiben, in denen auch die Bebauung als besonders schützenswert gilt. Zudem sollen auch bestimmte Ausnahmen beachtet werden, wenn Politik oder Bürger dies anregen.

(arl)
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