Erdbeeren in Düsseldorf selber pflücken - frisch vom Feld

Felder in Düsseldorf und Umgebung : Hier kann man Erdbeeren selber pflücken

Die Erdbeersaison ist offiziell gestartet. Am besten schmecken die roten Früchtchen natürlich, wenn man sie direkt vom Feld pflückt. Das ist auch in Düsseldorf und Umgebung möglich.Wir geben Tipps.

Jetzt leuchten wieder die roten Erdbeeren in den Schälchen in den Supermarkt-Regalen. Aber immer mehr Düsseldorfer zieht es mittlerweile selbst aufs Feld. Denn Erdbeeren selber pflücken kann man nicht nur auf dem Land, sondern auch in einer Großstadt wie Düsseldorf. Man weiß dann, wo die köstlichen Früchte herkommen - zudem ist es umweltfreundlicher, spart Plastik-Verpackungen und es macht auch noch Spaß, sich die leckersten Erdbeeren rauszupicken.

Hälfte der Ernte wird ab Hof verlauft

Auf rund 2600 Hektar bauen Landwirte in Nordrhein-Westfalen in dieser Saison Erdbeeren an. Die meisten Gebiete finden sich am Niederrhein. Etwa 500 Hektar sind Kulturen im geschützten Anbau unter Abdeckungen und in Tunneln - Tendenz steigend. Laut Agrarmarkt Informations-Gesellschaft liegt der Angebotspreis für deutsche Erdbeeren in der Pfingstwoche zwischen 5,98 und 7,47 Euro pro Kilo. 50 Prozent der heimischen Erdbeeren werden von den Erzeugern ab Hof verkauft.

„Wir möchten die Leute zurück zur Natur führen“, sagt Landwirt Jürgen Benninghoven dazu, warum bei ihm die Kunden selbst pflücken können. In seinen Betrieben an der Rennbahn in Düsseldorf-Grafenberg und in Erkrath-Unterbach geht es ab nächster Woche wieder richtig los. Täglich können die Leute dann von 9 bis 18 Uhr Früchte ernten. „Für Stadtkinder ist das total spannend. Hier gibt es Erdbeeren zum Anfassen, naschen und ernten. Viele Kinder denken doch, die kommen aus dem Supermarkt.“

Damit nicht nur genascht, sondern auch gepflückt wird, gilt allerdings eine Mindestabnahme von einem Kilo. Bis zu 2,5 Kilogramm kosten die selbstgepflückten Erdbeeren dann 3,50 Euro pro Kilo. von 2,5 bis 5 Kilogramm 3,25 Euro und über 5 Kilogramm 3 Euro. „Das mussten wir einführen, da viele Leute nur direkt in den Mund geerntet haben“, sagt Benninghoven. Er freut sich natürlich über den großen Zuspruch der Leute - seit über zehn Jahren gibt es das Angebot zum Selbstpflücken bei ihm schon. Doch er möchte die Leute auch dafür sensibilisieren mit Umsicht auf den Feldern zu agieren und nicht alles niederzutrampeln. „Man kann sich vorstellen, was los ist, wenn am Wochenende hunderte Personen über die Felder laufen.“

Er appelliert, nur reife Erdbeeren zu pflücken, das heißt, rot und saftig müssen sie sein. Nach der Ernte reifen die Erdbeeren nicht nach. Also sollten Kunden alles, was noch leicht grünlich ist, hängen lassen. Die Beeren sollten knapp über der Frucht am Stiel abgetrennt werden. Zum Sammeln eignen sich flache Körbe oder Schalen, damit nicht zu viele Erdbeeren übereinander lagern. Am besten bringt man seinen eigenen Korb, eine Salatschüssel oder ähnliches mit zum Feld – man kann aber auch vor Ort Spankörbchen kaufen. Zudem sollte man sich leicht und locker kleiden, am besten mit Kopfbedeckung.

Die frischen Erdbeeren sollten nach ein bis zwei Tagen in kühler Lagerung verzehrt sein. Die Pflücksaison läuft übrigens bis etwa Ende Juli, aber natürlich gibt es praktisch bis zum 1. November Angebote zum selbst ernten - von Himbeeren, über Brom- oder Johannisbeeren.

„Wir arbeiten ohne Chemiekeulen, daher entsprechen die Früchte, auch manchmal nicht den Ansprüchen auf Makellosigkeit, die Kunden oft haben“, sagt erklärt Landwirt Benninghoven.

Super Erdbeer-Jahr

Von den Wetterbedingungen erwartet NRW ein gigantisches Erdbeer-Jahr meint Jürgen Benninghoven.“Wir hatten wenig Niederschlag und sonniges Wetter - die besten Voraussetzungen für süße und saftige Erdbeeren.

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