Freiwillige Helfer in Düsseldorf Das Maxhaus ist während der EM der Treffpunkt der Volunteers

Düsseldorf · Bis zum Finale der Fußball-Europameisterschaft bleibt das Gebäude in der Altstadt die Anlaufstelle für die freiwilligen Helfer. Rund 1600 Ehrenamtliche sind es in Düsseldorf.

Im Volunteer-Hub im Maxhaus ist auch ein Gemeinschaftsraum eingerichtet. Dort gibt es Freizeitaktivitäten für die freiwilligen Helfer.

Im Volunteer-Hub im Maxhaus ist auch ein Gemeinschaftsraum eingerichtet. Dort gibt es Freizeitaktivitäten für die freiwilligen Helfer.

Foto: Bretz, Andreas (abr)

Sie weisen Gästen den Weg, sind Ansprechpartner für die Fans in der Stadt: Insgesamt sind rund 1600 Volunteers während der Fußball-Europameisterschaft in Düsseldorf im Einsatz. Für viele der freiwilligen Helfer ist das Maxhaus eine der wichtigen Adressen. In der ersten Etage des katholischen Stadthauses ist während des Turniers der sogenannte Volunteer-Hub eingerichtet.

Leonie Hellerbach und Nikola Sternemann haben es sich an diesem Nachmittag während einer Pause in Liegestühlen bequem gemacht. Beide sind Auszubildende bei der Stadt Düsseldorf. Sie sind im Rahmen ihres letzten Praxisabschnitts im dualen Studium Bachelor of Law als Volunteers im Einsatz – so wie elf weitere Azubis. Es sei ein außergewöhnlicher Abschnitt der Ausbildung, bevor es hinterher wieder zurück ins Büro gehe, sagt Leonie Hellerbach. Als Lead-Volunteers ist es ihre Aufgabe, die anderen Freiwilligen zu unterstützen.

450 der Helfer haben ihren Einsatzort in der Stadt. Alle weiteren Volunteers arbeiten rund um und in der Arena, kontrollieren etwa auch die Tickets der Fans. Am Stadion ist in Form eines Zeltes eine weitere Anlaufstelle eingerichtet. „Es ist wahrscheinlich das einzige Mal im Leben, dass ich eine Heim-EM hinter den Kulissen erlebe“, sagt Jannik Pauli. Das sei Motivation genug gewesen, sich für den Einsatz zu bewerben.

In Düsseldorf hatten sich rund 7500 Menschen beworben. Darunter internationale Helfer: „Wir haben Volunteers aus 60 verschiedenen Nationen“, sagt Dennis Pelster vom städtischen Sportamt, der die Arbeit im Maxhaus koordiniert. Eine weite Anreise hatte etwa ein Freiwilliger aus Mexiko. An der Arena seien auch Australier und Neuseeländer im Einsatz. Im Bewerbungsprozess waren Auswahlinterviews geführt worden, bei denen es unter anderem auf Sprachkenntnisse und die zeitliche Verfügbarkeit ankam. Versicherungspartner und Unterstützer des Volunteer Programms während der Euro 2024 ist Ergo.

Am häufigsten sei sie bislang gefragt worden, ob sie als Volunteer auch Tickets für die Spiele erhalte, sagt Judith Hartwich. Das muss sie verneinen. Auch bezahlt werden die Freiwilligen nicht. Vielen geht es aber um die Gemeinschaft – und darum, das Spektakel EM aus der Nähe verfolgen zu können. „Die Fans sind total nett“, sagt Hartwich. Vor allem die Anhänger des schottischen und des österreichischen Teams haben bei ihr Eindruck hinterlassen. Und auch im Maxhaus sei es toll, so viele neue Leute kennenzulernen. Dort gibt es auch Angebote für die Helfer, zum Beispiel Yoga. Und die Spiele werden zwischendurch zusammen geschaut.

Am Donnerstag, 4. Juli, wird Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU) noch acht weitere Volunteers begrüßen. Sie kommen aus Düsseldorfs Partnerstädten Chemnitz, Reading, Toulouse und Warschau. Ihre Sprachkenntnisse sind dann sicherlich hilfreich, wenn das letzte EM-Spiel in der Arena ausgetragen wird: Das Viertelfinale des englischen Nationalteams gegen die Schweiz am Samstag, 6. Juli. Der Volunteer-Hub im Maxhaus wird auch darüber hinaus noch bestehen bleiben. Er ist zum Finale am 14 Juli in Berlin in Düsseldorf eingerichtet.

(mbo)