Düsseldorf: Elvis-Presley-Museum verlässt die Altstadt und sucht neuen Standort

Düsseldorf: Elvis-Presley-Museum verlässt die Altstadt und sucht neuen Standort

300 Quadratmeter Fläche wären schön und würden völlig ausreichen, sagt Torsten Meck. Und wenn diese Fläche außerdem zentral liegen würde – noch besser.

300 Quadratmeter Fläche wären schön und würden völlig ausreichen, sagt Torsten Meck. Und wenn diese Fläche außerdem zentral liegen würde — noch besser.

Denn schließlich lockte das Elvis-Presley-Museum, das bislang an der Flinger Straße 11 war, Hunderte, sogar Tausende von Besuchern. Nach anderthalb Jahren ist Schluss, müssen Meck und sein Museums-Partner Andreas Schroer die Räume in der Altstadt räumen. "Das Haus, in dem wir waren, ist verkauft." Es sei noch mal um eine Ablösesumme gegangen, die hätten sie aber nicht zahlen können.

"Wir würden unsere Sammlung, die wir in 30 Jahren aufgebaut haben, natürlich gerne woanders zeigen", sagte Meck gestern im Gespräch mit der Rheinischen Post. Sie seien zum einen im Gespräch mit dem Rock- und Pop-Museum in Gronau, um dort eine befristete Ausstellung mit Exponaten zu organisieren. Viel interessanter klinge aber auch ein Angebot aus Ungarn: Elvis Presley wurde vor zwei Jahren zum Ehrenbürger von Budapest ernannt, weil er sich in Zeiten des Volksaufstandes im Jahr 1956 sehr für die Ungarn eingesetzt hatte. "Der Oberbürgermeister von Budapest ist sehr an unserer Sammlung interessiert", so Meck.

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Viel lieber würden er und sein Kompagnon das Museum aber in Düsseldorf halten — zumal sie hier großen Zuspruch von Schulklassen, aber auch vielen Touristen hatten. Rund 15 000 Besucher waren seit Eröffnung dort, viele seien extra für das Museum angereist. Um Abschied aus der Altstadt zu feiern, findet am Freitag, 9. August, eine große Party statt: Ab 17 Uhr läuft im "Cinema" an der Schneider-Wibbel-Gasse der Elvis-Film "Café Europa", um 21 Uhr geht es im Museum mit Konzert und Party weiter. Auf der Bühne: Oliver Steinhoff, der einzige deutschsprachige Elvis-Darsteller, und der Sänger Johnny Earl, der extra aus England anreist. Das Kombiticket für Film und Konzert kostet 15 Euro, nur fürs Konzert neun Euro.

Letzter Tag im Museum ist dann der 19. August. Meck: "Wir schließen natürlich erst nach dem Todestag von Elvis am 16. August."

www.elvis-duesseldorf.de

(RP)
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