Schulanmeldungen: Eltern müssen warten

Schulanmeldungen: Eltern müssen warten

Die tatsächlichen Anmeldezahlen an Gymnasien zeigen nach RP-Informationen ein starkes Ungleichgewicht zwischen den Schulen. Am Marie-Curie-Gymnasium haben sich für den kommenden Sommer 161 Fünftklässler angemeldet, 150 werden aufgenommen.

Wesentlich extremer sieht das beim Comenius-Gymnasium aus: Die Schule wird nur 124 Kinder aufnehmen, angemeldet hatten sich 178. Das Cecilien-Gymnasium nannten 131 Kinder als Erstwunsch, dort sollen aber letztlich 150 Schüler untergebracht werden. Theo Bremer vom Schulverwaltungsamt erklärt: "Die Schulen sind bereits über die Anzahl der Schüler informiert, die sie aufnehmen sollen."

Jetzt müssten sich Schule und Schulaufsicht kümmern, die Eltern informieren und die Kinder gegebenenfalls an anderen Gymnasien unterbringen. "Wir kümmern uns, wenn bauliche Maßnahmen erforderlich sind."

Eltern müssen noch warten, bis sie wissen, wo ihr Kind unterkommt. Die Schulverwaltung hatte am Dienstag die geplanten Aufnahmezahlen an den Schulen bekannt gegeben. An fünf Gymnasien soll die Zügigkeit auf fünf Klassen erhöht werden, zumindest sieht das die Rechnung der Verwaltung vor. Betroffen sind das Annette-Gymnasium, das Cecilien-Gymnasium, das Humboldt-Gymnasium, das Marie-Curie-Gymnasium und das Max-Planck-Gymnasium.

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Das gefragte Comenius-Gymnasium hat weiterhin vier Züge. Der Schulleiter des Curie-Gymnasiums, Norbert Münnix, bestätigte: "Wir machen fünf Klassen in diesem Jahr. Es wird zwar eine räumliche Herausforderung, aber wir wollen nicht zu vielen Eltern absagen."

Insgesamt ist die Stimmung bei den Schulleitungen gemischt: Viele sind verärgert, weil sie mehr Schüler aufnehmen müssen. Andere, wie der stellvertretende Leiter des Geschwister-Scholl-Gymnasiums, Thomas Kirchhoff, sind erleichtert: "Wir hatten nur 119 Anmeldungen und sind wieder vierzügig. Jetzt sind wir wieder im Lot."

(atz)
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