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Düsseldorf: Eltern auf der Suche nach Betreuung für i-Dötzchen

Düsseldorf : Eltern auf der Suche nach Betreuung für i-Dötzchen

Fehlende OGS-Plätze und Mangel an Alternativen

Mit dem Beginn der Ferien bereiten sich die Familien von Kindern, die im August in die Schule kommen, auf den neuen Lebensabschnitt vor. Eine ganze Reihe von ihnen sind nicht nur mit den Neuanschaffungen von Ranzen, Mäppchen und Heften beschäftigt. Sie müssen sich noch auf die Suche nach einer Betreuung nach dem Unterricht machen, weil sie keinen Platz in der Offenen Ganztagsschule (OGS) bekommen haben.

Davon betroffen sind beispielsweise auch 14 Familien in Unterbilk, die beim Los-Entscheid bei der Vergabe von OGS-Plätzen für die Gemeinschaftsgrundschule an der Konkordiastraße leer ausgegangen sind. Eine Reihe von Eltern haben sich dort zusammengetan, um auszuloten, ob es nicht doch eine Betreuung in der OGS für die Kinder gibt. "Es ist für uns Eltern sehr frustrierend auf jeden Vorschlag nur eine Absage zu erhalten und keine konstruktiven Alternativen diskutieren zu dürfen", sagt Bernadette Geers, berufstätige Mutter eines künftigen i-Dötzchens. Für das Angebot der Awo, dem Träger der OGS, die Kinder bis 14 Uhr ohne Mittagessen zu betreuen, kamen nicht die insgesamt nötigen 15 Anmeldungen zusammen. Etwa 85 Euro dafür zu zahlen, war vielen Eltern zu teuer. Bei anderen Betreuungsmöglichkeiten in der Nähe seien die Wartelisten bereits überfüllt.

Der Vorschlag der Eltern, die 14 Kinder auf die bestehenden sieben OGS-Gruppen aufzuteilen, wodurch die Gruppenstärke von 25 auf 27 Kinder wachsen würde, wurde abgelehnt. Für alle 94 OGS-Standorte gelten laut Schulverwaltungsamt einheitliche Rahmenbedingungen mit maximal 25 Kinder pro Gruppe. Eine Begründung, die Bernadette Geers nicht überzeugt: "Warum können zwar 28 Kinder im Klassenraum sein, 27 Kinder in einer OGS-Gruppe aber nicht?"

Dagmar Wandt, Leiterin des Schulverwaltungsamts, betont dagegen das Engagement der Stadt: "Im Gegensatz zu anderen Kommunen, die für neue Gruppen 25 beziehungsweise 30 und mehr Anmeldungen verlangen, stellt Düsseldorf bereits ab 20 Kindern zusätzliche Mittel bereit." Für eine weitere Gruppe hätten lediglich 12 Eltern Interesse geäußert.

(RP)