Düsseldorf: Elektromobile erobern den Verkehrsalltag in der Stadt

Düsseldorf : Elektromobile erobern den Verkehrsalltag in der Stadt

Witzig, experimentell und ein bisschen verrückt – dieses Image von Elektromobilen verblasst, in der langen Reihe von E-Mobilen, die aus Anlass der Rallye E-Cross-Germany auf dem Unteren Rheinwerft aufgefahren sind, wirkt allein das kleine Elektromobil Twizy von Renault, eine Art Kabine zwischen vier großen Rädern, exotisch. Weil es auffällt, eignet es sich als Werbeträger. Wohl auch deshalb liefert die Pizzakette Dominos mit dem kleinen Elektroflitzer ihre Pizza aus. Die Gründe dafür sind aber praktisch und wirtschaftlich: In der Stadt ist der Twizy leise und wendig und im Verbrauch weitaus billiger als ein Benziner oder Diesel. Und schont natürlich die Umwelt.

Gründe, die die Autohersteller an der Entwicklung von E-Fahrzeugen in der üblichen Modellpalette arbeiten lassen. Lieferwagen für Handwerker und Pkw werden von den Besuchern neugierig besichtigt. "Das Interesse an E-Mobilen ist generell groß, unser Autohaus vermittelt viele Probefahrten", sagt Peter Jungbluth vom Autozentrum P&A. Gekauft würden allerdings eher Lieferwagen, weil sie zu den Anforderungen der Lieferfahrten gut passen würden. Wie auch der Twizy von Dominos, den Markus Funk, der in der Mittagspause zur E-Mobil-Schau kam, probefahren konnte. "Schön leise und wendig", laut sein Urteil. Aber Fahrräder hält er für vorteilhafter.

Eine stark steigende Nachfrage nach E-Bikes verzeichnet denn auch Michael Buschmaas von E-Motion: "Räder gibt es inzwischen für viele Ansprüche, für die klassischen Freizeitfahrer über sportliche Fahrer bis hin zu Berufspendlern." Während dieses Markt-Segment von allein wächst, brauchen große E-Mobile noch Anschubhilfe: Auch deshalb setzen Stadt und Stadtwerke 15 E-Mobile als Dienstwagen ein.

(bro)
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