Eisbahn am Corneliusplatz wird aufgebaut

Corneliusplatz in Düsseldorf : Oscar Bruch erwartet 50.000 Eisbahn-Fans

Auf dem Corneliusplatz in Düsseldorf wird die Eisbahn aufgebaut. Das Kühlmittel in zwölf Kilometer Leitungen wird 120.000 Liter Wasser in Eis verwandeln. Oscar Bruch kümmert sich persönlich um den Aufbau.

Oscar Bruch schwingt sich in den Schwerlastkran und hebt mal eben einige Paletten vorgefertigter Bodenelemente aus dem Lkw. Kaum ist er aus dem Führerhaus geklettert, wird er von einem seiner Mitarbeiter angesprochen und um Rat gefragt.

So geht das den ganzen Tag beim Aufbau der Eisbahn auf dem Corneliusplatz. Bruch ist der Chef, aber dennoch nicht zu fein, sich die Hände schmutzig zu machen. Er kümmert sich um alles, um jedes kleinste Detail. Dabei lässt er seinem Aufbau-Trupp aber so viel eigenverantwortliche Freiheit, wie er braucht. „Es macht ja auch Spaß mit anzupacken. Jede Stunde Verzögerung kann zum Chaos führen,“ sagt Bruch. Spätestens am Freitag, 16. November, muss die Eisbahn der DEG-Winterwelt im betriebsbereiten Zustand sein, denn dann ist die Eröffnung avisiert.

45 Sattelschlepper bringen das Material – Schwerlastboden, Almhütte, Verkaufsstände, Kühl-Aggregate, Kühlrohre, Bandensegmente, LED-Wand, Beleuchtung, Beschallung, Arbeitscontainer – nacheinander zum richtigen Zeitpunkt zum Einsatzort. Lagerflächen gibt es am Corneliusplatz nicht. „Just in time“ ist das Stichwort. Und wenn etwas beim Zusammenbau nicht funktioniert, dann kommt die gesamte Lieferkette ins Stocken.

Nächsten Freitag wird das Kühlmittel in den gut zwölf Kilometer langen Rohrleitungen 120.000 Liter Wasser unabhängig von den Außentemperaturen allmählich in Eis verwandelt haben. Abends illuminieren mehr als 5000 LED-Lampen die Lichtkuppel über dem Schalenbrunnen und verwandeln den Platz in eine glitzernde Winterwunderwelt. „Ich bin schon stolz, so ein Leuchtturmprojekt mit überregionaler Ausstrahlung für die Stadt hinzubekommen“, sagt Bruch.

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Der überregionalen Ausstrahlung kann sich Bruch sicher sein. Im vergangenen Jahr kam der fleißigste Eisläufer aus dem Oman. Der zehnjährige Tamin drehte täglich bis zu fünf Stunden seine Runden. Mit seinen Eltern wohnte er in einem Nobelhotel in Kö-Reichweite, weil ein Familienmitglied in Düsseldorf medizinisch behandelt wurde.

Und auch einige der vielen Weihnachtsmarktbesucher aus den Niederlanden und Großbritannien werden sich aufs Eis wagen. Wie es richtig geht, wird die DEG bei einigen Auftritten, Gastspielen und Autogrammstunden zeigen. „Wir arbeiten noch am Programm. Sicher ist aber, dass die DEG von den Bambini bis hin zu den Profis kommen wird. Ich bin mir auch sicher, dass das Prinzenpaar ihre Visitenkarte abgeben wird“, erläutert Bruch. „Und mit der Messe stehen wir in Verhandlungen, etwas Besonderes zum 50-Jährigen der Messe Boot im Januar zu machen.“

Die Erfahrungen aus dem Premierenjahr sind in die Detailplanung eingeflossen. So wird die Almhütte, der Terrassenbereich, die Umkleiden und der Schlittschuhverleih um ein paar Quadratmeter vergrößert. „Das haben wir gemacht, um den Andrang zu entzerren. Jetzt kommen auch Rollstuhlfahrer entspannter in die Hütte und auf die Terrasse“, sagt Bruch. „Wir rechnen auch in dieser Saison mit 50.000 Eisläufern.“

So einige davon werden vormittags kostenfrei laufen können, denn die Winterwelt stellt Schulklassen montags bis freitags die Eisfläche unentgeltlich zur Verfügung. „Letztes Jahr waren 280 Schulklassen am Corneliusplatz eislaufen“ verrät Bruch. Die Klassen, die auch diesmal wieder übers Eis gleiten möchten, müssen sich aber vorher anmelden. Die Anmeldeinformationen und sind im Internet unter www.deg-winterwelt.de zu finden.

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