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Düsseldorf: Eine unvergessliche Reise nach Nepal

Düsseldorf : Eine unvergessliche Reise nach Nepal

Zehn Schüler der Dieter-Forte-Gesamtschule lernten ihre Partnerschule kennen.

Drei Wochen, die sie ihr Leben lang nicht vergessen werden: So beschreiben Ewa, Mia und Marvin ihre Reise nach Nepal. Gemeinsam mit sieben anderen Schülern der Diete-Forte-Gesamtschule und begleitet von Projektleiter Sebastian Kutzer und zwei weiteren Lehrern waren sie im November in die nepalesische Hauptstadt Kathmandu gereist, um die dortige Partnerschule, die Bright Future School, zu besuchen. Neben dem kulturellen und persönlichen Austausch wurden zudem einige touristische Highlights des Landes besucht.

Das Schönste sei aber die Zeit mit den nepalesischen Schülern gewesen, berichten die Jugendlichen. Die 18-jährige Mia erzählt von einem sehr authentischen Geschwisterritual, das gemeinsam gefeiert worden sei. Für Ewa zählt vor allem, dass sie noch in Kontakt mit den Freunden aus Nepal steht. "Mit zwei Jungs habe ich mich besonders angefreundet, wir nennen uns jetzt Bruder und Schwester", sagt die 18-Jährige. Und Marvin, 17, ergänzt: "Wir haben eine Whatsapp-Gruppe, in der wir uns auf Englisch unterhalten." Für ihn war das schönste Erlebnis der Fahrt ein Spieleabend mit den Schülern aus Nepal: "Wir haben uns einfach gut verstanden und viel Spaß miteinander gehabt."

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Die Reise war aber nicht immer nur angenehm für die Schüler, die Armut vieler Menschen in Nepal hat sie sehr getroffen. "Die sozialen Unterschiede sind schon sehr groß", erzählt Ewa, "und das macht traurig." Besonders eindrücklich sei ein Besuch bei der Organisation Maiti Nepal gewesen, die gegen Menschenhandel und Zwangsprostitution aktiv ist. Sebastian Kurtzer, der an der Gesamtschule in Eller Sport und Erdkunde unterrichtet, weiß um diese Sorgen: "Wir haben die Fahrt gut vorbereitet und tauschen uns immer noch aus." Seit 2014 leitet der 37-jährige Lehrer das Projekt, im September 2015 war eine nepalesische Gruppe zu Gast in Düsseldorf. Finanziert hat das und den Gegenbesuch der Düsseldorfer Schüler unter anderem das ENSA-Schüleraustausch-Programm des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit. "Die Reise hat pro Person etwa 2000 Euro gekostet", berichtet Kurtzer, "die aufzubringen war nicht einfach." Mit den ENSA-Fördergeldern, der Hilfe der Stadtsparkasse und privater Sponsoren sei es aber gelungen. Kurtzer kann sich gut vorstellen, das Projekt weiterzuführen: "Jetzt ist erstmal ein Jahr Förderpause, dann wollen wir uns neu bewerben und den Austausch fortsetzen." Das freut auch Ewa, Mia und Marvin - sie würden ihre Freunde gerne wiedersehen.

(RP)