World Club Dome: Eine Clubparty der Superlative

World Club Dome: Eine Clubparty der Superlative

Ausgelassen feiern beim World Club Dome an drei Tagen über 90.000 Musik-Fans in der Merkur Spiel-Arena – mit 150 DJs und Bands.

Die Schlangen waren lang am Eingang der Merkur Spiel-Arena, als am Freitag die Winter-Edition des Tanz- und DJ-Spektakels World Club Dome erstmals in Düsseldorf an den Start ging. Die Grammy-Gewinner The Chainsmokers traten auf, Don Diablo und Ingrosso. Samstag folgten unter anderen die Star-Combo Dimitri Vegas und Like Mike, Lost Frequencies und Nervo. Sonntagabend dann ein angemessener Showdown mit der Hip-Hop-Band Black Eyed Peas aus Los Angeles, Robin Schulz und Felix Kröcher sowie Marshmello. Die ehrgeizige Vision, an drei Tagen eine Mega-Party in der Arena zu veranstalten, wurde offenbar Wirklichkeit. Häufig war diese Winter-Ausgabe schon in Gelsenkirchen zu erleben, allerdings nur für einen Tag. Angesagte DJs und Bands aus aller Welt kamen nun in die Landeshauptstadt. Über 90.000 Fans feierten nach Angaben der Veranstalter mit. Für Initiator Bernd Breiter, der vor 15 Jahren das Konzept World Club Dome ins Leben rief, eine gute Bilanz. Er wird dieses Happening mit der Stadt und D.Live auch 2019 und 2020 in Düsseldorf veranstalten.

Kamen aus Köln: Nina Rhode (l.) und Serena Sireno. Foto: bpa

Viele Fans waren auch am Sonntag schon so früh wie möglich in der Arena, auch wenn die große Show auf der Hauptbühne erst am frühen Abend starten sollte. Wie an den beiden anderen Tagen waren aber die kleineren Clubs in den Gängen rund um die Arena schon zeitig zu Gange. Hier machte auch diese Mädels-Truppe gut gelaunt Fotos: Seyda Eren, Nina Rhode und Serena Sireno waren aus Köln gekommen, um vor allem die Black Eyed Peas zu erleben. „Eine unglaublich tolle Band, besonders will.i.am hat es uns angetan“, schwärmte Rhode. Eine in Düsseldorf lebende Freundin, Anpla Pantelidou, hatte sich dazu gesellt und bilanzierte:

Carina und Bernd Breiter sind die Club-Macher. Foto: Anke Hesse/ D.LIVE

„Es ist schon erstaunlich, was in der Stadt seit Freitag los ist. Du merkst das in den Bussen, in den Bahnen, in den Restaurants und Bars. Der World Club Dome ist super angekommen.“ Stände mit T-Shirts lockten die Fans, Plakate mit Kondom-Werbung warben für geschützten Sexualverkehr, überall hockten zumeist junge Menschen auf dem Boden und schauten aufs Handy. Kleine Tanzflächen waren aufgebaut, die Leute tanzten in Gruppen oder auch schon mal fast alleine zu den Rhythmen von DJ Smag oder Chris Packer.

Stadtdirektor Burkhard Hitzsche hat sich von Anfang an stark gemacht für den World Club Dome in Düsseldorf, wohl wissend, dass fast 100.000 Gäste aus fast 60 Nationen Gewicht haben für die Tourismus-Bilanz, aber auch die Club-Szene bereichern können in Düsseldorf. So machte er sich nach der Prinzenpaar-Kürung am Freitagabend noch mit seiner Ehefrau auf, um beim Start des DJ-Gipfels dabei zu sein. „Düsseldorf hat eine lange Club-Geschichte“, betont Hintzsche. „Der World Club Dome passt zur Internationalität dieser Stadt.“

Arena-Manager und D.Live-Chef Michael Brill fühlt sich ebenfalls bestätigt in seiner Entscheidung für diese Party-Reihe. Mit dem World Club Dome habe die Arena ihre unangefochtene Einzigartigkeit in Europa unter Beweis gestellt – ein Stadion werde im Winter zu dem größten Club. „Für D.Live ein wichtiger Meilenstein in der Weiterentwicklung eines Top-Programms für jeden.“

Nach der Show ist vor der Show, das wissen Brill, Hintzsche und auch Bernd Breiter, der mit Ehefrau Carina schon in Planungen ist für die nächsten Ausgaben des World Club Dome. Die Space Edition in Kooperation mit Raumfahrern steht an. Wen es weder in kosmische Sphären zieht noch auf dem Festland hält, der könnte sich vielleicht für die Cruise Edition begeistern, für die auch in der Arena Werbung gemacht wurde. Das sind im kommenden Sommer fünf Tage Ibiza-Feeling auf einem Kreuzfahrtschiff. Der einzige Nachteil für die Düsseldorfer: Gestartet wird die Seefahrt mit dem Flair einer ewigen Abi-Party nicht am Rhein, sondern in Barcelona.

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