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Düsseldorf: Einbrecher bedrohen 91-Jährige

Düsseldorf : Einbrecher bedrohen 91-Jährige

Es war der blanke Horror, den die alte Dame in ihrer Wohnung an der Schorlemerstraße erlebt hat: Um 3.10 Uhr hatten Geräusche die 91-Jährige aus dem Schlaf gerissen. Sie stand auf, um der Ursache auf den Grund zu gehen – und stand zwei fremden Männern gegenüber.

Es war der blanke Horror, den die alte Dame in ihrer Wohnung an der Schorlemerstraße erlebt hat: Um 3.10 Uhr hatten Geräusche die 91-Jährige aus dem Schlaf gerissen. Sie stand auf, um der Ursache auf den Grund zu gehen — und stand zwei fremden Männern gegenüber.

Einer der beiden zog sofort ein Messer, hielt der geschockten Seniorin die neun Zentimeter lange Klinge vors Gesicht. Minuten später waren die Männer verschwunden, mit 80 Euro und einigen Schmuckstücken der Rentnerin.

Verbotenes Springmesser

"Wie abgebrüht und gefühlskalt müssen Täter sein, die eine alte Dame mit einem Messer bedrohen?", fragt sich nicht nur Polizeisprecherin Susanna Heusgen. Die Einbrecher hatten ersten Ermittlungen zufolge bereits die gesamte Wohnung der Seniorin durchwühlt. Die Eingangstür war offensichtlich aufgehebelt worden. Wie die Männer in der Nacht in das Mehrfamilienhaus gelangten, ist dagegen unklar. "Wir hoffen, dass sich Zeugen melden, die uns dazu etwas sagen können", so die Polizeisprecherin.

Die 91-Jährige, die auch gestern noch unter Schock stand, die nächtliche Begegnung jedoch körperlich unverletzt überstanden hat, konnte nur einen der beiden Einbrecher beschreiben. Er soll etwa 1,80 Meter groß und schlank sein, hat kurzes, dunkles Haar und wird auf Mitte zwanzig geschätzt. Bei der Tat trug der Einbrecher einen schwarzen Kapuzenpulli. Das Messer, mit dem er die Seniorin bedroht hatte, ist ein nach dem Waffengesetz verbotenes Springmesser mit schwarzem Griff und neun Zentimeter langer Klinge. Die Waffe hatte der Einbrecher bei der Flucht aus der Wohnung zurückgelassen.

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Bei der Fahndung setzt die Polizei auf die Mithilfe der Bevölkerung. Insbesondere sind die Ermittler an verdächtigen Beobachtungen um die Tatzeit herum im Bereich der Schorlemerstraße interessiert. Hinweise nimmt das Kriminalkommissariat 13 unter Telefon 0211 8700 entgegen.

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(RP/top)