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Ein Vater testet den Düsseldorfer Familiennavigator

Düsseldorfer Eltern-Kolumne : Der Navigator im Test

Seit einem Monat gibt es einen Navigator für Familien. Ein gutes Angebot, bei dem es noch Luft nach oben gibt.

Seit einem Monat gibt es für Düsseldorfer Eltern einen zusätzlichen Service: den seit anderthalb Jahren angekündigten Familiennavigator. Auf ihn ist die Stadt auch ein bisschen stolz. „Düsseldorf ist Vorreiter unter den vielen lokalen Familiennavigatoren in Nordrhein-Westfalen“, sagt Jugendamtsleiter Johannes Horn. Damit das so bleibt, sei es wichtig, dass der Bekanntheitsgrad der neuen Seite sowohl bei den Eltern als auch auf der Angebotsseite, also bei den erschiedenen Trägern und privaten Anbietern wachse.

Doch wie kommt das Angebot in der Startphase bei den Eltern an? Vier Wochen nach dem Start unternahmen wir einen Test. Unter www.fruehehilfen-online.nrw.de/duesseldorf.suche öffnet sich ein nach Stadtteilen geordnetes Suchfenster, bei denen Mann oder Frau sich bei städtischen, konfessionellen und privaten Einrichtungen über deren Angebot informieren kann. Momentan sind die Themen Schwangerschaft und Geburt, Gesundheit, Leben mit Kind, Geld und Finanzen, Freizeit, Betreuung, und zu guter Letzt Familie und Beruf (für Eltern, deren Kinder bis zu drei Jahren alt sind) angeboten. Ende des Jahres wird die Palette dann sukzessive erweitert – zunächst für Kinder bis zu sechs Jahre. Mein erster Eindruck: Die Anordnung ist sehr gut. Gerade für multilinguale Familien, wie unsere, ist es schwierig, beispielsweise potenzielle mehrsprachige Spielkameraden zu finden. Nach kurzer Suche bin ich auf ein Angebot des städtischen Familienzentrums an der Ingeborg-Bachmann-Straße gestoßen. Hier können Kinder und Eltern an einem Spielkurs teilnehmen und dabei auch auf Französisch, Japanisch, Arabisch oder Englisch kommunizieren.

Allerdings ist es mitunter schwierig, die richtigen Unterkategorien auszuwählen, damit man das, was man sucht, auch finden kann. Der Algorhythmus ist offenbar noch nicht ganz auf „Google Niveau“. Da Düsseldorf eine internationale Stadt ist, wäre es begrüßenswert, wenn die Kategorien auch auf Englisch und für „besondere Kinder“ angeboten werden könnten. Nach Auskunft des Jugendamts ist einiges davon bereits in Planung.

Mein Tipp: Um den Bekanntheitsgrad der Seite zu steigern, könnte man jeden Monat Düsseldorfer Träger oder Unternehmen vorstellen, die zum Beispiel Kurse, Events oder spezielle Angebote für Kinder im Portfolio haben. Dieses Unternehmen zieht dann unter allen Newsletter-Abonennten einen „Glückspilz“, der dann beispielsweise einen Kurs umsonst besuchen oder einen unvergesslichen Tag mit seinen Freunden verbringen kann. Vom gemeinsamen Töpfern in Pempelfort übers Kinderkochen in der Altstadt bis hin zum Auftritt eines „Seifenblasenmanns“ auf einer Veranstaltung gibt es in Düsseldorf viele unentdeckte Schätze, die man hoffentlich alle bald auf dem Familiennavigator findet.