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Händler zufrieden: Ein starkes Weihnachtsgeschäft

Händler zufrieden : Ein starkes Weihnachtsgeschäft

Kurz vor dem Finale sind die meisten Kaufleute zufrieden mit den Umsätzen der jüngsten Wochen. Die Renner sind elektronische Geräte wie iPads und Smartphones. Vor allem aber kaufen die Leute auffallend oft hochwertige Ware.

Auf den Gabentischen dürfte es zum Fest piepen, flimmern, blinken, brummen und vibrieren wie selten — denn noch nie wurden so viele elektronische Geräte gekauft wie in diesem Jahr, berichten Düsseldorfer Einzelhändler übereinstimmend. Egal, ob iPad oder vergleichbare Tabletts, Digital-Kameras und Smartphones: Mit den immer fähigeren Winzlingen wird derzeit viel Umsatz gemacht. Das sagen, übereinstimmend, Thomas Seybold (Chef der Galeria Kaufhof an der Kö) und seine Kollegin Marion Hennig (Karstadt Schadowstraße).

Bei Karstadt liefen außerdem Uhren und Schmuck, zudem waren Accessoires für die Elektronik beliebt — vor allem passende Handschuhe für iPhones und iPads sind bald auf vieler Hände. Die Dinger haben spezielle Fingerkuppen für das berühmte Wischen übers Display.

Wie andere Händler auch sind die beiden Kaufhaus-Chefs zufrieden mit dem Weihnachtsgeschäft und sehen es etwa auf Umsatzniveau des Vorjahres. Gestern Vormittag war es zwar zwischenzeitlich ruhiger, aber das war dem Schneefall geschuldet — und mit dem Schnee schmolz auch die Zurückhaltung der Kunden.

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Das stellte auch Rüdiger Pleb fest. Der Chef des Saturn im Sevens gerät regelrecht in Schwärmen, wenn er über das erst vor wenigen Wochen neu eröffnete Saturn spricht. Er verkauft nicht nur die genannten Geräte, sondern stellt auch fest, dass die schon totgesagte CD sich jedenfalls zu Weihnachten bester Gesundheit und Attraktivität erfreut. TV-Geräte waren bei Saturn jetzt nicht der Renner — aber das führt Pleb darauf zurück, dass man allein in der Eröffnungswoche 5000 TV-Geräte verkauft hat. An Top-Tagen wie vorigen Samstag zählt Saturn rund 26 000 Menschen am Tag, nächstes Jahr will man vier Millionen Kunden anlocken.

Nicht ganz so euphorisch sieht Karin Bornemeyer (vom gleichnamigen Bekleidungsgeschäft) die Umsätze der vergangenen Wochen, ist aber dennoch zufrieden, weil sie sich auf Vorjahresniveau bewegen.

Stefan Asbrand-Eickhoff (Eickhoff Königsallee) sieht ein klares Plus beim Umsatz (verglichen mit 2010) und stellt fest: "Die Menschen kaufen Schönheit!" Und das sei ihnen auch das Geld wert, man wähle anspruchsvolle, lustbetont und anlassbezogen — auf jeden Fall überlegt.

Im Grunde hat das auch Annegret Treseler festgestellt, denn die Chefin vom Kaufhof am Wehrhahn beobachtet einen klaren Trend zum Gutschein. Vor allem Großeltern hätten sich entschieden, den Enkeln lieber auf diesem Weg die Möglichkeit zu geben, sich — vor allem beim elektronischen Equipment — das auszusuchen, was sie wollen, und was die ältere Generation häufig überhaupt nicht überschauen kann — und will.

Auch Claus Franzen (Franzen an der Kö) glaubt noch an gute Geschäfte in den letzten verbleibenden Tagen bis zum Weihnachtstag. Wie andere vor ihm hat auch festgestellt, dass die Kunden großen Wert auf gute Markenware legen. Das gilt auch für ganz andere Branchen: So stellten einige Händler fest, dass sehr wertige Küchenhelfer wie teure Messer gezielt ausgesucht und dann gekauft werden.

(jco)