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Ein Kaiserbaum für das Mühlenquartier in Benrath

Pflanzung in Benrath : Ein Kaiserbaum für das Mühlenquartier

Eine Baumspende markiert den Abschluss der Pflanzarbeiten im Quartier an der Cäcilie-Beuken-Straße. Rund 80 Prozent der 364 neuen Wohnungen sind bereits bezogen.

Im Herbst und Winter sehen alle ein bisschen blass aus, auch die Bäume. In der Ruhezeit werden sie gepflanzt und so hält die Paulownie, auch Blauglocken- oder Kaiserbaum genannt, an der Cäcilie-Beuken-Straße ihre Schönheit noch zurück. Der Baum, den der Wuppertaler Grünspezialist Leonhards am Montag als Spende ins Erdreich einbrachte, wird aber in der Zukunft an wichtiger Stelle ein Blickfang sein, wie Ralf Romey verspricht. Er ist bei Leonhards der Projektleiter für das Grün und die Pflasterarbeiten im Mühlenquartier. Verantwortliche Planer und Bauleiter waren Leinfelder Ingenieure aus Haan.

35.000 Quadratmeter groß ist das ehemalige BEA-Gelände zwischen der Telleringstraße und dem Benrather Bahnhof. Das Unternehmen Vivawest hat dort 364 Wohnungen errichtet, knapp ein Viertel ist öffentlich gefördert. 80 Prozent der Wohnungen sind bereits bezogen, vier Blocks und vier Innenhöfe prägen das Quartier. Sie sind mächtig, aber erschlagen nicht, die Zuwegung durch eine breite torähnliche Einfahrt lässt Luft zum Atmen.

Im Innenbereich fällt das rote Klinkerpflaster auf, zu dem der rostrote Cortenstahl passt, der neben Einfassungen auch die Hochbeete charakterisiert. Darin wachsen beispielsweise üppige chinesische Gräser, die grün und mit zarten weißen Streifen einen Kontrast bilden. Fassadenbegrünung gibt es hier nicht, so weit ist Düsseldorf noch nicht in der Klimaanpassung, aber Rasen auf Tiefgaragen, 7500 Quadratmeter Grünflächen und rund 100 neue Bäume.

Das Mühlenviertel liegt in direkter Nachbarschaft des Albrecht-Dürer-Berufskollegs. Daneben entsteht neuer Wohnraum und auf der großen Freifläche zum Mühlenviertel hin ist er ebenfalls möglich. Auf dem Weg zu dieser Freifläche steht der Kaiserbaum, der irgendwann eine zentrale Rolle spielt, denn er steht dann an einem Kreuzungspunkt. Dies erst recht, wenn auch noch die alte Eishalle gefallen ist und dort eine neue Nutzung entsteht. Eine Idee lag beim Pflanztermin auf der Hand: Wie wäre es mit einer großen Grünfläche, hieß es unter den Teilnehmern.