Tiersegnung in Düsseldorf: Ein bisschen Weihwasser für den Wauwau

Tiersegnung in Düsseldorf: Ein bisschen Weihwasser für den Wauwau

Hunde in der Kirche? Was in anderen Gotteshäusern meist naserümpfend zur Kenntnis genommen wird, ist am Sonntagnachmittag in der Kirche St. Andreas ausdrücklich gefordert gewesen. Zur jährlichen Tiersegnung kamen viele Besitzer mit ihren vierbeinigen Freunden.

"Wir wollen als Kirche für alle Menschen da sein. Und genauso gehören auch ihre Haustiere dazu", sagte Pater Elias, der vor einigen Jahren die Tiersegnung ins Leben gerufen hat und sie seitdem mit Freude leitet. "Tiere spielen für uns eine ganz wichtige Rolle. Aus diesem Grund haben wir zum Beispiel jetzt auch als Kirche für den Brillenpinguin Abis im Aquazoo eine Patenschaft übernommen."

Auch wenn am Sonntag zur Messe eine Katzenbesitzerin den Weg in die Andreaskirche fand - ließ man den Blick durch das Gotteshaus schweifen, sah man doch hauptsächlich Hundeköpfe aus den Reihen lugen. Unter ihnen war etwa der siebenjährige Rauhaardackel Raudi mit Frauchen Beate Hoffmann. Zum dritten Mal nahm die Benratherin mit ihrem Gefährten an der Segnung in der Andreaskirche teil: "Ich habe den Tipp von meiner Nachbarin bekommen. Das Konzept gefällt mir sehr gut und Raudi offenbar auch", sagte sie und deutete auf den kleinen Hund, der seine Zustimmung mit einem typischen Dackelblick kundgab.

Anja Fehr-Höller kam mit ihrem Boxer-Rüden Sirius. Foto: Andreas Bretz
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Begeisterung auch ein paar Reihen dahinter, als Pater Elias mit dem Weihwasser durch die Reihen ging. Dort saßen Brita Ray, Anja Fehr-Höller und Boxer-Rüde Sirius. Vor sechs Jahren kam Sirius aus Mallorca durch eine Tierschutzorganisation zu Brita - Anja hatte die beiden dann im Pflegeheim kennengelernt, "und mich direkt schockverliebt", wie sie sagt. "Sirius ist ein Engel auf vier Pfoten."

(seka)