Düsseldorf: "Ehrenämter gehören zur DNA von Düsseldorf"

Düsseldorf : "Ehrenämter gehören zur DNA von Düsseldorf"

Für ihr freiwilliges Engagement in der Altenpflege erhielt Erika Schmitz den Ehrenamts-Preis der SPD.

Der Dienstag ist der schönste Tag der Woche, sagen die Besucher der Tagespflege im Ernst-und-Berta-Grimmke-Haus in Lörick. Denn dann ist Erika-Schmitz-Tag. Seit sieben Jahren kommt die heute 78-Jährige dienstags für einige Stunden in die Einrichtung, die vor allem von dementiell erkrankten Senioren besucht wird. Mit ihnen bastelt sie, bepflanzt Blumenkästen, liest vor und hört zu. "Sie bringt Zeit mit," sagte Klaudia Zepuntke in ihrer Laudatio auf die 19. Trägerin des Ehrenamtspreises der SPD, "Zeit, um sich in die besondere Welt dieser Menschen hinein zu fühlen und sie zu verstehen." Dafür hat Erika Schmitz diverse Fortbildungen besucht und sich intensiv mit dem Thema Demenz befasst. "Sie ist Teil des Pflegeteams, das sie mit ihrem Ehrenamt spürbar entlastet", sagte die SPD-Bürgermeisterin und dankt auch dem Mann von Erika Schmitz, der das Engagement seiner Frau aktiv unterstütze.

Erika Schmitz ist eine von rund 80.000 Düsseldorfern, die sich ehrenamtlich engagieren. "Das gehört zur DNA von Düsseldorf", sagte Oberbürgermeister Thomas Geisel und erinnerte an die beispiellose Hilfsbereitschaft nach Pfingststurm Ela oder bei der Ankunft der Flüchtlinge Ende 2015, an die Projekte der Bürgerstiftung und viele andere. Er sei stolz, dass seine Partei schon seit 19 Jahren diese unverzichtbaren Beiträge zu einer funktionierenden Stadtgesellschaft auszeichne.

Die Jury, der neben den Sozialdemokraten Zepuntke, Andreas Rimkus und Markus Raub der Leiter des Kinder- und Jugendtheaters am Schauspielhaus, Stefan Fischer-Fels, der Regionalvorsitzende der Jungen Unternehmer, Paolo Anania, und die Vorsitzende des Tierschutzvereins, Monika Piasetzky, angehörten, hat neben Erika Schmitz drei Organisationen ausgezeichnet. Der Tauschring, in dem derzeit rund 190 Mitglieder gegenseitig unentgeltlich Waren und Dienstleistungen tauschen, durfte sich ebenso über die künstlerische Radschlägerskulptur freuen wie der MSV. Dem einst als marokkanischer Fußballclub gegründeten Verein gehören heute Menschen aus 15 Nationen an, er leistet Integrationsarbeit vor allem bei Kindern aus schwierigem sozialem Umfeld. Mit dem Café Eden wurde ein weiteres Integrationsprojekt ausgezeichnet.

(RP)
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