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Ed-Sheeran-Konzert in Düsseldorf abgesagt: Reaktionen aus dem Netz

Netz-Reaktionen zu drohendem Sheeran-Aus : „Aus dem Ausland betrachtet wirkt so eine Entscheidung verheerend für Düsseldorf“

Kaum etwas wird derzeit in Düsseldorf so heftig diskutiert wie das voraussichtliche Nein der Grünen zum Ed-Sheeran-Konzert am 22. Juli. Auch im Netz schlagen die Wellen hoch. Wir haben Reaktionen gesammelt.

Die grüne Ratsfraktion hatte am Montagabend entschieden, bei der entscheidenden Sitzung gegen die Genehmigung für das Konzert stimmen zu wollen. Weil auch die CDU schon ein Nein angekündigt hat, ist klar: Es gibt keine Mehrheit für das Open-Air-Event, für das an der Messe eine neue Fläche eingerichtet werden sollte. Das sind die Reaktionen aus dem Netz:

Die Fans Twitternutzerin Sprotte hat richtigen Herzschmerz wegen der Absage: „Ich bin wirklich total traurig und wütend darüber, wie es um das Ed Sheeran Konzert steht. Für mich gibt es keinen Grund, warum es nicht stattfinden sollte. (...) Ich bin einfach nur enttäuscht und hoffe noch auf ein Wunder.“ Wer schon eine Karte hat, reagiert naturgemäß enttäuscht auf die wahrscheinliche Absage des Konzerts. „Ich verplane in Gedanken schon das zurückerstattete Geld“, schreibt @WoodWritings auf Twitter - und fügt hinzu: #Disneyland. Die Ed-Sheeran-Fanseite @EdSheeranGER schreibt auf Twitter: „Morgen haben wir endlich Gewissheit, aber es sieht leider schlecht für uns aus.“

Die politisch Interessierten Für Frank Sarfeld, laut Profil Kommunikationsexperte und Politikberater, ist klar: „Der Düsseldorfer Oberbürgermeister Thomas Geisel hat sich verzockt.“ Für Paula Elsholz, Vorstandssprecherin des Grünen-Kreisverbands Düsseldorf, ist das Nein der Grünen zu Ed Sheeran ein Ja zur Demokratie: „Sollte es Bürgerinnen oder Politikerinnen geben, die finden: Politik hätte gefälligst abzunicken, wenn Wirtschaft ein gutes Angebot macht und dann noch mit Imageschaden oder ähnlichem droht, hat (derjenige) mit Abstand ein grundlegend anderes Verständnis von Verantwortung als wir.“

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Journalist Christian Wolf hält dagegen: „Wenn es bei Ed Sheeran wirklich um die Bäume geht, hätten die Grünen bei einer Zustimmung doch viel mehr bewirkt - oder? Von 150 Bäumen in der Stadt hätte Düsseldorf viel mehr gehabt, als irgendwo auf einem Parkplatz weit draußen...“ Und Landtagsabgeordneter und Ex-Ratsherr aus Düsseldorf Rainer Matheisen (FDP) ist richtig sauer: „Mittlerweile haben in Deutschland überall die Miesmacher die Oberhand. Jetzt zerstört erstmals in Düsseldorf eine schwarz-grüne Mehrheit eine große Chance für unsere Stadt. Traurig...“

Die Strategen Andere finden die Angelegenheit peinlich für Düsseldorf, so wie Twitternutzer @PhilippSchuch, der von einer „Provinzposse“ spricht. Der „Lateinamerikareporter“ @KaeuferTobias schreibt: „Aus dem fernen Ausland betrachtet wirkt eine solche Entscheidung ziemlich verheerend für den Standort Düsseldorf. Aber gut - ich lasse mich gern belehren.“

Die Schulterzucker Und dann gibt es noch die, denen die Diskussion um das Konzert in Düsseldorf vielleicht ein kleines bisschen auf die Nerven geht. Twitter-Nutzer Alexander Lipp - laut Profil Student der Politischen Bildung und Musik in Potsdam - zitiert offenbar einen Professor: "Da gab es doch diese Sache, dass so ein rot-blonder Sänger in Düsseldorf nicht auftreten durfte. Wie hieß der nochmal? Achja, Ed Sheeran."