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E-Scooter in Düsseldorf: Stadt will Regeln verschärfen – das ist geplant

Stadt reguliert Roller-Flotte : Düsseldorf soll in zwei Scooter-Zonen aufgeteilt werden

Die Stadtspitze verhandelt zwar noch, aber die meisten Regeln im Umgang mit E-Scootern setzt sie jetzt einfach fest. So dürfen die Roller in Altstadt, Carlstadt und Stadtmitte bald nur noch an Stationen zurückgegeben werden.

Die Stadtspitze hat die neuen Regeln für E-Scooter konkretisiert. Danach bieten aktuell fünf Betreiber 12.700 der elektrischen Tretroller in Düsseldorf an. Ihre Zahl soll zum Jahresanfang auf 6500 reduziert werden. 1800 sind für die neue Zone A (Altstadt, Carlstadt, Stadtmitte) gedacht, der Rest für das übrige Stadtgebiet (Zone B).

Im Gebiet A soll das Abstellen der E-Scooter nur noch an festen Stationen möglich sein. Dafür müssen vielleicht auch Parkplätze umgewidmet werden, meist jedoch nur ein Stellplatz pro Station. Im Gebiet B dürfen die Scooter überall abgestellt werden („free floating“). Parkverbotszonen zeigen die Anbieter-Apps an. Eine Ausnahme für das freie Abstellen bilden die Stadtteilzentren und Orte, wo die Sicherheit oder das Straßenbild dem entgegenstehen. Ein ergänzendes Angebot von E-Scootern ist an Haltestellen vorgesehen (Bahnen, Busse, Züge). An Grünanlagen soll es Stationen geben, um herumliegende Roller in den Parks verhindern.

Die neue Strategie wird am 27. Oktober im Ordnungs- und Verkehrsausschuss diskutiert. Zu ihr gehören auch die Erhöhung der Sondernutzungsgebühr pro Fahrzeug von 20 auf 50 Euro pro Jahr. Auch sollen die Anbieter dazu verpflichtet werden, die Fahrzeuge zeitnah umzuverteilen und falsch abgestellte E-Scooter zügig zu entfernen. Die Stadtverwaltung kann dies bald überprüfen, ihr erhält ein Dashboard mit den relevanten Daten.

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Ein weiteres Ziel der Stadt ist eine  Vereinbarung mit den Scooter-Anbietern, in der diese sich selbst auf gewisse Regeln verpflichten. Dabei geht es um das ordnungsgemäßen Abstellen der E-Scooter, die  Erhöhung der Verkehrssicherheit und den Umweltschutz. So sollen nur emissionsfreie Fahrzeuge für den Austausch der Akkus eingesetzt werden.