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Voraussetzungen für die Wendemöglichkeit: Durch die Nordstraße rollen weitere Bahnen

Voraussetzungen für die Wendemöglichkeit : Durch die Nordstraße rollen weitere Bahnen

CDU und FDP haben sich im Ordnungs- und Verkehrsausschuss für eine Gleisverbindung an der Kreuzung Nordstraße/Duisburger Straße ausgesprochen. Damit werden die Voraussetzungen für die Wendemöglichkeit der Straßenbahnlinien geschaffen, die im Zuge der Bebauung des Kö-Bogens künftig nicht mehr am Jan-Wellem-Platz wenden können.

SPD, Grüne und CDU-Frau Annelies Böcker stimmten gegen den Verwaltungsplan. Ihrer Ansicht nach hat es die Verwaltung versäumt, Alternativen zu prüfen. Sie bemängelte, im Rathaus und Teilen ihrer Fraktion seien die Interessen der Bürger gleichgültig.

Das sahen die Mitglieder der Bezirksvertretung 1 in der gemeinsamen Sitzung mit den Verkehrspolitikern im Rathaus auch so. Sie stimmten geschlossen gegen die Pläne. Einer ihrer Kritikpunkte: Die Anlieger und Geschäftsleute der Nordstraße seien bisher überhaupt nicht zu Wort gekommen. Sie hätten erst aus der Zeitung erfahren, dass künftig mehr Bahnen durch die Einkaufsstraße fahren. Bis zu 25zusätzliche Fahrten sollen das sein, weniger als in der ersten Berechnung der Rheinbahn. Martin Lessing vom Vorstand der Werbegemeinschaft Nordstraße sagte, es sei "eine Unverschämtheit, dass keiner mit uns gesprochen hat".

Der Kö-Bogen überschattet alles: CDU und FDP warfen der Opposition vor, sie wolle mit ihrer zögerlichen Haltung die Bebauung des Jan-Wellem-Platzes herauszögern. Sich vor die Bürger zu stellen, sei reine Taktik. "25 zusätzliche Fahrten bedeuten nicht den Tod der Nordstraße", erklärte der Liberale Manfred Neuenhaus. Martin Volenrath (SPD) kritisierte, dass Alternativen zur Schleife Nordstraße/Duisburger Straße gar nicht erst geprüft worden seien. Die Bahnen könnten doch ebenso gut am Hauptbahnhof wenden.

(RP)