Düsseldorf/Duisburg Duisburger OB will Opern-Ehe und Bahnverbindung retten

Die Gemeinschaftsprojekte der Nachbarstädte Düsseldorf und Duisburg sollen auch solche bleiben. Das sagt der Duisburger Oberbürgermeister Sören Link im RP-Interview. Mit Blick auf die Sanierung der U-Bahn-Technik sagte er: "Ich wünsche mir und gehe davon aus, dass es zu keinen Verzögerungen durch die Stadt Duisburg kommt. Ich hoffe, dass wir im Sommer das Projekt ausschreiben." Zugleich sagt er aber auch: "Die Rede ist von Kosten in Höhe von vielen Millionen Euro – das ist nicht von Pappe."

Trotz hoher Ausgaben bewertet Sören Link die Düsseldorf-Duisburger-Projekte optimistisch.

Trotz hoher Ausgaben bewertet Sören Link die Düsseldorf-Duisburger-Projekte optimistisch.

Foto: Ralf Hohl/Archiv

Die Gemeinschaftsprojekte der Nachbarstädte Düsseldorf und Duisburg sollen auch solche bleiben. Das sagt der Duisburger Oberbürgermeister Sören Link im RP-Interview. Mit Blick auf die Sanierung der U-Bahn-Technik sagte er: "Ich wünsche mir und gehe davon aus, dass es zu keinen Verzögerungen durch die Stadt Duisburg kommt. Ich hoffe, dass wir im Sommer das Projekt ausschreiben." Zugleich sagt er aber auch: "Die Rede ist von Kosten in Höhe von vielen Millionen Euro — das ist nicht von Pappe."

Ebenso wie er hier mit den Verantwortlichen in Düsseldorf in Kontakt stehe, sei das auch in Sachen Deutsche Oper am Rhein der Fall: "Ich habe den Düsseldorfer Oberbürgermeister Elbers als konstruktiven Gesprächspartner erlebt." Es bestehe Einigkeit, "dass wir eine dauerhafte Sanierung der Opernfinanzen wollen". Er sei zuversichtlich, "dass im Frühjahr die Vertragsunterzeichnung" erfolge.

Die Bahnverbindung zwischen Düsseldorf und Duisburg ist in Gefahr, weil die Technik in den U-Bahn-Tunneln veraltet ist, aktuell aber nur Düsseldorf — beziehungsweise die Rheinbahn — sich die Sanierung leisten können. Vertreter der Rheinbahn und der Stadt hatten angekündigt, im Zweifel alleine auszuschreiben. Duisburg verhandelt über Zuschüsse des Landes, um sich an der Ausschreibung beteiligen zu können. Spätestens 2019 erhalten die Städte keine Freigabe mehr für ihre U-Bahn-Tunnel.

Die Opern-Ehe ist vorerst bis 2014 geschlossen, der Duisburger Stadtrat will bis Ende März entscheiden, ob er sie darüberhinaus fortsetzt. Die Duisburger werden ihren Zuschuss zur Rheinoper um eine Million Euro senken, aber auch weiterhin Opern und Ballettaufführungen sehen können. Im vergangenen Jahr hatten die Kulturpolitiker beider Städte lange diskutiert, ob das Bündnis gerettet werden kann. Düsseldorf hatte damals mögliche andere Partnerschaften geprüft, unter anderem eine Ballett-Kooperation mit der Kölner Oper.

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