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Düsseldorf: Duisburg will Linie U 79 behalten

Düsseldorf : Duisburg will Linie U 79 behalten

Die Nachbarstadt hofft auf Zuschüsse vom Land für die Bahn-Verbindung.

Alleine wird Duisburg die Sanierung seiner U-Bahn-Tunnel nicht finanzieren können, dennoch hofft die Nachbarstadt, die Linie U 79 weiter gemeinsam mit Düsseldorf betreiben zu können. Das erklärten gestern das Duisburger Rathaus und die Duisburger Verkehrsgesellschaft (DVG).

Um dieses Ziel zu erreichen, führe die Stadt Gespräche mit dem Landesverkehrsministerium, um Zuschüsse zu erhalten. Bisher zahlen Bund und Land ausschließlich für neue U-Bahnen, nicht für die Sanierung auf bestehenden Strecken.

Der U 79 als Verbindung zwischen Düsseldorf und Duisburg droht das Aus, weil beide Städte die Sicherheitstechnik in den U-Bahn-Tunnel erneuern müssen, weil sie sonst 2017 beziehungsweise 2019 keine Freigabe mehr für die Röhren erhalten.

Diese Sanierung muss in diesem Sommer ausgeschrieben werden. Die Stadt Düsseldorf und die Rheinbahn hatten erklärt, gerne mit Duisburg zusammen ausschreiben zu wollen, im Zweifel aber auch alleine tätig zu werden. "Wir können nicht warten, das wäre ein zu hohes Risiko", sagte Düsseldorfs Verkehrsdezernent Stephan Keller.

Aus der Düsseldorfer Politik kamen deshalb verschiedene Vorschläge, wie die Linie zu retten ist. Favorit aller Fraktion ist die Idee, dass die Rheinbahn die Linie komplett übernimmt. Dadurch würde die Duisburger Verkehrsgesellschaft Geld sparen und die Rheinbahn ihre Werkstätten noch besser auslasten. Die Düsseldorfer Grünen regen an, dass Duisburg sein Tunnelnetz aufgibt, sobald sie keine Freigabe mehr erhalten, und die Bahnen komplett oberirdisch fahren zu lassen. Das würde Sanierungs- und Betriebskosten sparen.

Die DVG scheint von diesen Anregungen wenig zu halten. "Wir halten weiterhin an der U79 als Gemeinschaftslinie zwischen DVG und Rheinbahn fest", hieß es gestern. Aber dort ist bekannt, dass die Zeit drängt. "Die DVG muss im Sommer 2013 eine Entscheidung für die gemeinsame Ausschreibung mit der Rheinbahn treffen."

(RP/ila)