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Düsseldorfs Shopping-Wochenende des Jahres mitten in der Pandemie

Black Friday, Advent, verkaufsoffener Sonntag : Düsseldorf rüstet sich für das Shopping-Wochenende des Jahres

Black Friday, erster Adventssamstag, verkaufsoffener Sonntag: Mitten in der Coronawelle sind an drei Tagen in Folge besonders viele Besucher in der City zu erwarten. Darauf bereiten sich der Handel, aber auch die Sicherheitskräfte vor.

Während Infektionen mit dem Coronavirus immer weiter zunehmen, ist in der City an drei Tagen in Folge mit besonders vielen Besuchern zu rechnen. Der Grund: Black Friday, erster Adventssamstag sowie der verkaufsoffene Sonntag bilden wohl das Shopping-Wochenende des Jahres.

Die Stadt sei sich der schwierigen Situation bewusst, sagte Ordnungsdezernent Christian Zaum. Der Ordnungs- und Servicedienst (OSD) werde am Wochenende stichprobenartig die Weihnachtsmärkte, die Gastronomie und den Handel kontrollieren, kündigte er an. Eine Maskenpflicht sei aktuell noch nicht geplant, das Wochenende diene aber auch als Test. Man wolle die kommenden Tage genau beobachten, um zu sehen, ob eine Maskenpflicht sinnvoll wäre und wie man sie umsetzen könnte, so Zaum. Denn das sei auch eine Frage der Kontrollen. Das größte Infektionsrisiko herrsche allerdings in Innenräumen, nicht unter freiem Himmel. Darum sollen sich die OSD-Kontrollen auf die geschlossenen Räume konzentrieren.

Auch Polizeisprecher Andre Hartwich sagt, dass man auf einen größeren Besucheransturm vorbereitet sei. Der Einsatz werde am Samstag verstärkt, falls nötig, werde an neuralgischen Stellen rund um die Heine-Allee gesperrt, um den Verkehr zu entlasten. Ab Freitag sollen zudem die Doppelstreifen mit Kollegen aus den Niederlanden ihren Dienst aufnehmen. Hartwich sagt aber auch, dass er nicht mit Besucherzahlen von vor der Pandemie rechne.

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Auch ein Blick auf die aktuellen Passanten-Frequenzen legen diesen Schluss nahe. Sie liegen etwa zehn bis 20 Prozent unter dem Niveau des Jahres 2019. Während jetzt zum Beispiel von Montag bis Freitag knapp 100.000 Besucher auf der Kö unterwegs sind, waren es damals 110.000. Hinzu kommt, es werden deutlich weniger Reisebusse mit dem Ziel Weihnachtsmarkt erwartet.

Dennoch, „die Stadt wird voll werden“, sagt Frank Hermsen, Geschäftsführer der Altstadtgemeinschaft. Die Menschen seien zurzeit aber sehr diszipliniert. Eine wichtige Vorkehrung soll zudem Geknubbel vermeiden, wie er erklärt: Auf der Flinger Straße sind weniger Weihnachtsmarktbuden – und die ohne gastronomisches Angebot – zugelassen worden. Und der Baustellen-Engpass an der Schadowstraße gehört auch der Vergangenheit an. Bleibt der neuralgische Punkt an der Heinrich-Heine-Allee, an dem die Verkehrskadetten erst am übernächsten Wochenende im Einsatz sein werden, da sie nicht von Düsseldorf Tourismus angefordert worden seien. „Eigentlich hatten wir dieses Wochenende auch eingeplant“, sagt Felix Müller, Leiter der Verkehrskadetten

Die Rheinbahn ist zumindest am Sonntag mit größeren Bussen unterwegs. Takterhöhungen und größere Fahrzeuge, wie für die Dezember-Samstage angekündigt, wird es jetzt aber noch nicht geben, wie Sprecher Thomas Kötter bestätigt. „Wir gehen davon aus, das unser Angebot ausreichend sein wird.“

Für den Handel ist die Vorweihnachtszeit samt diesem Wochenende „ein Balanceakt“, wie Claus Franzen sagt. Der Geschäftsführer des Familienbetriebs an der Kö habe die Hoffnung, möglichst viele Kunden bedienen zu können und deshalb das ganze Personal an Bord. Allerdings mache er sich auch Sorgen. Vorführungen im Geschäft würden zum Beispiel nicht beworben, um zu große Ansammlungen zu verhindern. Das Personal habe zudem permanent im Blick, dass die geltenden Regeln eingehalten werden.

Zugangsbeschränkungen gibt es für die Geschäfte nicht, es gilt nur die Maskenpflicht. „Der Handel ist kein Infektionstreiber“, sagt dazu Thomas Görner von Foto Koch und Sprecher des City-Rings Schadowstraße. In seinem Geschäft seien zudem alle Mitarbeiter geimpft und trügen FFP2-Masken. „Das ist ein wichtiges Wochenende für uns.“ Deshalb werbe man für die besonderen Angebote zum Black Friday, die bis Dienstag gültig seien.

Auch bei P&C gibt es bis Montag Rabatte. Neben den Mitarbeitenden werde ein „Doorman“ im Eingangsbereich auf Einhaltung von Maskenpflicht und Abständen achten, sagt eine Sprecherin. Auch Durchsagen zu den Regeln werde es geben. Mit Besucherfrequenzen wie 2019 rechne man aber nicht.