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Düsseldorfs Modebranche erwirtschaftet zwölf Milliarden Euro pro Jahr

Wirtschaftsstandort Düsseldorf : Die Modebranche erwirtschaftet zwölf Milliarden Euro pro Jahr

Erstmals gibt es statistische Zahlen zur Branche. Zudem gibt es neue Pläne, wie der Modestandort Düsseldorf weiter gestärkt werden soll.

Die Stadt will den Modestandort stärken und dafür sichtbarer machen. Die Fashion Days im Sommer waren dafür ein erster Schritt, Ordertage und Messen liefen parallel, ergänzt wurde das durch Veranstaltungen von Kultur bis Einzelhandel. Um die Bedeutung der Branche für die Stadt insgesamt besser greifen zu können, hat jetzt das Amt für Statistik und Wahlen erstmals Zahlen für den Wirtschaftszweig geliefert. Die aktuelle Auswertung bezieht sich auf das Ende des Jahres 2019 und das Gebiet Düsseldorf, Kreis Mettmann und Rhein-Kreis Neuss. Dort gab es der Studie zufolge zu diesem Zeitpunkt 2400 Modeunternehmen, die 2019 für mehr als zwölf Milliarden Euro Umsatz sorgten. Das entspricht mehr als fünf Prozent des Umsatzes der Gesamtwirtschaft. Zudem sieht die Stadt hier einen Anstieg um 2,8 Prozent gegenüber dem Jahr 2013.

Die Zahl sozialversicherungspflichtiger Beschäftigter wuchs im gleichen Zeitraum um knapp sechs Prozent auf mehr als 27.000 Beschäftigte – bei gleichzeitigem Rückgang der geringfügig Entlohnten um knapp 27 Prozent. Zahlen nur für Düsseldorf gibt es aus dem Jahr 2018: 1153 Unternehmen erwirtschafteten zehn Milliarden Euro. 95 Prozent davon gingen auf den Teilmarkt Bekleidung und Accessoires zurück. Der Bereich Beauty ist dagegen mit mehr als 10.000 sozialversicherungspflichtigen Stellen der beschäftigungsstärkste. Düsseldorf weist laut dem Amt im Vergleich zum Bundesschnitt eine deutliche Spezialisierung für Mode und insbesondere das Segment Beauty auf.

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Was den Standort zudem ausmacht, ist das Ordergeschäft. Wie Angelika Firnrohr, Geschäftsführerin Fashion Net, mit Theresa Winkels, Leiterin des Amtes für Wirtschaftsförderung, im Wirtschaftsausschuss ausführte, gilt der Standort in der Branche als Nummer eins in Deutschland. Und das, obwohl Berlin und Frankfurt für die Mode viel mehr Fördergeld in die Hand nehmen würden. Die Ordertage zögen aufgrund ihrer Länge über viele Tage und nicht nur einen Termin pro Jahr sogar stärkere wirtschaftliche Effekte nach sich, durch mehr Übernachtungen in Hotels, aber auch für Taxifahrer und Caterer.

Firnrohr und Winkels führten aus, wie der Standort über die Fashion Days hinaus gestärkt werden soll. So wird etwa an mehr Konferenzen und Veranstaltungen für das Fachpublikum gedacht. Zudem wolle man die Modestadt sichtbarer und erlebbarer auch für die Konsumenten machen und dafür den Einzelhandel stärker mit ins Boot holen. Mit der IG Kö sei man im Gespräch, um besondere Anlässe für Shoppingerlebnisse zu schaffen. Ein runder Tisch soll zur Ideensuche ins Leben gerufen werden, unter anderem mit Vertretern aus der Branche, aber auch von Wirtschaftsorganisationen, Werbegemeinschaften, Hotels und aus der Kultur.