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Invictus Games

Strack-Zimmermann bekommt Post aus dem Buckingham Palace

Der Brief aus dem britischen Königshaus FOTO: masz

Düsseldorf Bereits seit mehr als zwei Jahren setzt sich Marie-Agnes Strack-Zimmermann dafür ein, dass die von Prinz Harry begründeten Soldaten-Versehrtenspiele in die Landeshauptstadt kommen. Und die Chancen stehen dafür nicht schlecht.

Wenn es um die Invictus Games geht, entwickelt Marie-Agnes Strack-Zimmermann die Zähigkeit und Ausdauer einer Marathonläuferin. Seit mehr als zwei Jahren setzt sich die Liberale dafür ein, dass die von Prinz Harry begründeten Soldaten-Versehrtenspiele nach Düsseldorf kommen.

Als verteidigungspolitische Sprecherin brachte sie mit der FDP 2018 dafür im Bundestag einen Antrag ein und hatte dazu immer wieder mit der damaligen  Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen Kontakt. Im November schrieb „Stra-Zi“ sogar Prinz Harry an und warb bei ihm dafür, die Invictus Games 2022 in Düsseldorf zu veranstalten – und bekam nun Post aus dem Buckingham Palace.

In warmen Worten überbringt in dem Schreiben Fiona Mcilwham, Privatsekretärin von Harry, die besten Wünsche des Duke of Sussex. Für Seine königliche Hoheit seien die Invictus Games sehr wichtig und er werde durch die freundlichen Worte der Unterstützung sicherlich sehr gerührt sein.

Die Bindung zu den Spielen hat sicher Bestand, auch wenn Harry und seine Meghan am Mittwochabend erklärt haben, sich von royalen Pflichten zurückziehen zu wollen.

Die Formulierung lässt allerdings offen, ob der Prinz den Brief aus Düsseldorf wirklich gelesen hat  – oder ob die Diplomatin Mcilwham mit Blick auf professionelles Understatement Zurückhaltung walten lässt. So oder so: „Meine Mitarbeiter im Berliner Büro waren ganz aus dem Häuschen, dass wir Post aus dem Buckingham Palace bekommen haben“, sagt Strack-Zimmermann.

Im September stellte eine Delegation mit Verteidigungs-Staatssekretär Peter Tauber (CDU) und Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) der Stiftung von Prinz Harry das deutsche Konzept vor.  Das Motto der Präsentation hieß „A Home for Respect“ („Eine Heimat des Respekts“). Düsseldorf wurde als eine der Städte mit der weltweit höchsten Lebensqualität und als Sportstadt präsentiert.

Geisel sagte über Düsseldorf: „Sie werden hier ein begeistertes Publikum finden.“ Geld muss die Stadt nicht aufbringen, der Bund übernimmt die Kosten. Die Spiele werden auch als hilfreich für eine etwaige Olympia-Bewerbung angesehen.

 Düsseldorf hat noch einen Konkurrenten, die kanadische Stadt Victoria. Da die Spiele aber bereits in Toronto gastierten, hat die NRW-Landeshauptstadt gute Karten. Diese Information erhielt Strack-Zimmermann jetzt erneut  aus Kreisen der Bundeswehr. Die Entscheidung steht offenbar kurz bevor. Dieses Jahr finden die Invictus Games in Den Haag statt.

Promi-Besuche und Auftritte bekannter Bands sind bei den Spielen wahrscheinlich. Der Prinz dürfte mit Frau und Nachwuchs anreisen, prominentester Zuschauer war bislang  Ex-US-Präsident Barack Obama. In Den Haag dürfte die niederländische Königsfamilie präsent sein.