Düsseldorfer verkaufte falsche Rheinbahn-Tickets: Fälscherwerkstatt in Neuss aufgedeckt

Fälscherwerkstatt in Neuss aufgedeckt : Düsseldorfer verkaufte gefälschte Rheinbahn-Tickets

Die Polizei fasste einen mutmaßlichen Hehler aus Düsseldorf, der falsche Rheinbahn-Tickets über das Internet verkauft hatte. Die Ermittlungen führten zu einer Wohnung in Neuss, wo eine Fälscherwerkstatt aufgedeckt wurde.

Polizei und Rheinbahn haben bei der Suche nach einem Fahrkarten-Fälscher zusammengearbeitet und konnten einen mutmaßlichen Hehler fassen. Der Mann soll auf Online-Plattformen gefälschte Tickets angeboten haben. Über ihn seien die Ermittler auch der dahinter steckenden „Fälscherwerkstatt“ auf die Spur gekommen, berichteten Rheinbahn und Polizei am Montag. „Solche Taten passieren immer mal wieder und immer wieder mit neuen Methoden“, sagt Rheinbahn-Sprecherin Heike Schuster. Wie viele gefälschte Tickets in diesem Fall tatsächlich verkauft wurden, wisse man noch nicht genau.

Vor mehr als einem Jahr sei der Revision der Rheinbahn aufgefallen, dass in den sozialen Netzwerken ein Monatsticket besonders günstig angeboten wurde, hieß es. Für die Experten war es demnach sofort als gefälscht zu erkennen. Nach längeren Recherchen – und nachdem man weitere Angebote entdeckt hatte – wandte sich das Unternehmen an die Polizei. Am Donnerstag wurde mit deren Hilfe ein fingierter Kauf an einer Tankstelle geplant – bei der Übergabe eines gefälschten Tickets wurde ein 31-jähriger Düsseldorfer vorläufig festgenommen. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung an der Oberrather Straße habe man nur wenige Tickets gefunden; Hinweise des einschlägig vorbestraften Mannes führten aber zur Wohnung eines 33-jährigen Neussers, in der umfangreiches Fälscher-Equipment gefunden wurde. Der ebenfalls polizeibekannte 33-Jährige war selbst nicht vor Ort. Aktuell untersuchen die Ermittler, in welchem Umfang die Verdächtigen mit den Fälschungen gehandelt und welche Absatzwege sie genutzt haben.

Die Rheinbahn weist darauf hin, dass man sich wegen Urkundenfälschung strafbar mache, wenn man ein Ticket über eine Online-Verkaufsplattform beziehe. Angezeigt wurde in diesem Zusammenhang beispielsweise auch eine Person, die ein gefälschtes Ticket in einem Kunden-Center zurückgeben wollte. Sie hatte es vorher in den sozialen Netzwerken günstig erworben. Wer sichergehen wolle, dass es sich um echte Tickets handelt, solle diese also nur auf offiziellen Wegen erwerben – etwa in den Kunden-Centern, an den Automaten, in den privaten Verkaufsstellen der Vertriebspartner, online über die Rheinbahn-Seite oder -App und in den Fahrzeugen.

Mehr von RP ONLINE