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Düsseldorfer Unternehmen wollen trotz Corona-Krise weiter ausbilden

Wirtschaft in Düsseldorf : Unternehmen wollen trotz Corona-Krise weiter ausbilden

Viele Bereiche der Wirtschaft sind von der aktuellen Krise stark betroffen, trotzdem setzen die Firmen weiterhin auf Nachwuchsarbeit. Vorstellungsgespräche werden gerade gerne über den PC geführt.

Junge Menschen können in Düsseldorf auch in diesem Jahr nach Einschätzung der Industrie- und Handelskammer (IHK) noch Ausbildungsplätze finden. Das ergab eine Blitzumfrage bei mehr als 100 ausbildenden Betrieben im Stadtgebiet und im Kreis Mettmann. „Die Ausbildungsbereitschaft unserer Unternehmen ist auch in Zeiten von Corona hoch“, sagt der Leiter Berufsbildungsmarketing, Jens Peschner. „Wir können zwar nicht in die Glaskugel schauen, wie sich die Lage am Ausbildungsmarkt konkret entwickeln wird, aber diese ist für Ausbildungssuchende alles andere als hoffnungslos.“ Auch wenn die Pandemie sicher Spuren auf dem Arbeitsmarkt hinterlassen werde.

Von den mehr als 100  Unternehmen, die sich an der Umfrage beteiligt haben, wollen 87 Prozent in diesem Jahr dual ausbilden. 77 Prozent suchen auch gezielt nach einem oder mehreren Auszubildenden für das Ausbildungsjahr 2020. „Die Ergebnisse zeigen, dass sich zahlreiche Unternehmen trotz der schwer berechenbaren Entwicklung tatkräftig für ihre künftige Fachkräfteversorgung engagieren. Daher empfehlen wir Ausbildungssuchenden dringend, die Hände nicht in den Schoß zu legen, sondern sich jetzt aktiv um einen Ausbildungsplatz zu bewerben“, sagt Peschner.

Dabei achten die Unternehmen darauf, dass die Bewerber keiner Gefahr durch das Coronavirus ausgesetzt sind: 72 Prozent wollen die anstehenden Vorstellungsgespräche digital führen, also etwa über Skype oder andere digitale Formate. Darüber hinaus interessieren sich 58 Prozent für Online-Plattformen, digitale Speed-Datings oder Webinare und wollen diese auch einsetzen, um künftig geeignete Bewerberinnen und Bewerber zu finden. „Die IHK wird daher in den nächsten Monaten verstärkt digitale Angebote für das Ausbildungsmarketing ihrer Ausbildungsbetriebe einsetzen“, sagt Peschner.