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Düsseldorfer Start-up Living Water: Ein bisschen wie Champagner

Düsseldorfer Start-up Living Water : Ein bisschen wie Champagner

Das Düsseldorfer Start-up Living Water bietet gefiltertes Sprudelwasser direkt aus dem Wasserhahn an. Gründer ist ein ehemaliger Investmentbanker.

Daniel Fechtelpeter war lange als Investmentbanker tätig, mit Themen wie Nachhaltigkeit und Klimaschutz beschäftigte er sich, wenn überhaupt, nur am Rande. Vor rund drei Jahren hatte er dann den Wunsch, beruflich etwas ganz Neues anzufangen. „Ich möchte gern eines Tages auf etwas Sinnvolles zurückblicken“, erklärt der 47-Jährige seine Beweggründe, die Finanzbranche zu verlassen.

Und weil er sich zunehmend mit der Frage beschäftigte, wie man den Konsum von Plastikflaschen sowie Zeitaufwand für Beschaffung und Lagerung von Wasser reduzieren könnte, entstand die Idee zu seinem Start-up Living Water.

„Mir war klar, dass Wasser aus der Leitung die beste Option sein musste“, erzählt Fechtelpeter. Also befragte er Freunde und Bekannte, warum sie kein Leitungswasser trinken würden und fand heraus, dass sie sich Gedanken über Qualität und Geschmack machten. Ihm selbst fehlte insbesondere die Kohlensäure.

Und weil die bestehenden Produkte für Sprudelwasser aus dem Wasserhahn nicht seinen persönlichen Qualitätsansprüchen genügten, beschloss er, sein eigenes Produkt auf den Markt zu bringen. Dabei war es ihm besonders wichtig, einen Filter zu finden, der Pestizide, Medikamentenrückstände und andere schädliche Substanzen aus dem Leitungswasser entfernt.

Für sein Produkt „LivingTap“ kooperiert Fechtelpeter nun als einziger Anbieter in Deutschland, mit einem deutschen Hersteller, der ihm einen zertifizierten Aktivkohlefilter liefert, der mehr als 99 Prozent dieser Schad­stoffe aus dem Wasser herausfiltert.

Das Gerät für die Aufbereitung und Kühlung des Leitungswassers sowie die notwendigen Fünf-Wege-Armaturen bezieht der Unternehmensgründer aus Italien. „Bei einer solchen Armatur hat man zwei Leitungen für kaltes und heißes Wasser und zusätzlich drei weitere für das gefilterte Wasser, und zwar ungekühlt, gekühlt sowie gesprudelt“, erläutert er das System.

Das gesprudelte Wasser ist übrigens deutlich feinperliger als herkömmliches Sprudelwasser aus der Flasche – fast ein bisschen wie Champagner. Anders als bei anderen Anbietern, so Fechtelpeter, seien seine Armaturen aus Edelstahl, weil dieser hygienischer und beständiger sei als Chrom oder Messing.

Erwerben kann man das Produkt seit Sommer dieses Jahres, nach rund 18 Monaten Entwicklungszeit, im unternehmenseigenen Onlineshop. Und weil dem Unternehmer neben Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein soziale Verantwortung am Herzen liegt, kooperiert er mit der Welthungerhilfe.