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Düsseldorfer Soroptimistinnen

Soroptimist Club Düsseldorf : Eine starke Stimme für Frauen

Soroptimist International ist die größte Service-Organisation berufstätiger Frauen. In Düsseldorf gibt es sechs Clubs mit 250 Mitgliedern.

Soroptimistinnen verstehen sich – frei übersetzt – als die besten Schwestern. Sie unterstützen einander und engagieren sich insbesondere für ungehinderten Zugang zu Bildung für Frauen und Mädchen. Unter dem Motto „Bewusstmachen, Bekennen, Bewegen“ setzen sie sich zudem für weltweiten Frieden, Menschenrechte und internationale Verständigung ein. Der erste Club von Soroptimist International wurde 1921 in den USA gegründet, der erste deutsche Club entstand 1930 in Berlin.
Seit 1958 sind die Soroptimistinnen in Düsseldorf vertreten, in diesem Jahr wird der siebte Club gegründet. Damit ist Düsseldorf deutschlandweit die Stadt mit den meisten Soroptimistinnen. „Wir haben hier viele engagierte Clubschwestern, die regelmäßig neue Mitglieder gewinnen, sodass dann auch immer mal wieder ein neuer Club gegründet wird“, erläutert Tatjana Kimmel-Fichtner, Vizepräsidentin des Clubs Düsseldorf-Oberkassel. Die Mitglieder eines jeden Clubs treffen sich einmal monatlich im Industrie-Club zum gemeinsamen Essen, Austausch und zu interessanten Vorträgen.
Neben internationalen Projekten fördern die sechs Clubs derzeit etwa 15 lokale Projekte, und zwar nicht nur finanziell, sondern auch durch persönliches, ehrenamtliches Engagement. So unterstützen sie über einen gemeinsamen Förderverein das Projekt „MIKA – Musik im Kita-Alltag“. Dabei geht es um die Weiterbildung von Kita-Mitarbeitern mit dem Ziel, Musikpädagogik zur Förderung der sprachlichen und sozialen Kompetenz der Kinder einzusetzen. „Berücksichtigt werden vorzugsweise Kitas in sozial benachteiligten Stadtteilen“, erklärt die Vorsitzende des Fördervereins, Beate Speicher. Zudem veranstalten die Clubs seit 2016 gemeinsam einmal jährlich ein Benefizkonzert, mit dessen Erlös sie anteilig Deutschlandstipendien für Musikstudentinnen an der Robert Schumann Hochschule finanzieren.
Darüber hinaus fördert jeder Club mindestens ein eigenes lokales Projekt. Der Club Düsseldorf-Hofgarten etwa kümmert sich im Rahmen von „MuKi – Mutter und Kind Wohnen“ des SKFM (Sozialdienst katholischer Frauen und Männer) um junge Mütter, und zwar sowohl finanziell als auch durch persönlichen Einsatz. Der Club Düsseldorf-Königsallee unterstützt das Netzwerk „Rock your life“, das Studierende zu Coaches qualifiziert, die ehrenamtlich bildungsbenachteiligte Jugendliche auf ihrem Weg in den Beruf begleiten. Wichtig ist den Frauen zudem die Förderung des Vereins „ProMädchen“. „Unser Club unterstützt das Mädchenhaus insbesondere deshalb, weil man sich dort für gewaltfreie Lebensbedingungen von Mädchen und jungen Frauen einsetzt“, so Irmgard Prüfer, Präsidentin Düsseldorf-Pempelfort. Beate Werthschule