Düsseldorfer Schüler sagen Nein zum Rauchen

Schüler wurden auch kreativ : Schüler sagen Nein zum Rauchen

71 Klassen nahmen erfolgreich am Nichtraucher-Wettbewerb „Be smart, don‘t start“ teil.

Nicht oft wird Schulleiterin Regine Brochhagen-Klein wohl ein derart tobender Empfang in ihrer Schule bereitet. Doch der Anlass, zu dem die Aula der Joseph-Beuys-Gesamt­schule bis auf den letzten Platz mit aufgeregten Schülern gefüllt war, war diesmal auch kein gewöhnlicher. Mit einer großen Preisverleihung ging die 22. Runde des bundesweiten Nichtraucher-Wettbewerbs „Be smart, don‘t start“ zu Ende. 80 Klassen mit 2389 Schülern der sechsten bis achten Stufen verschiedener Schulformen in Düsseldorf hatten sich zu Beginn des vergangenen Schuljahres dazu verpflichtet, „Nein“ zu Zigaretten, E-Zigaretten, Shishas oder Tabak im Allgemeinen zu sagen – bis auf neun Klassen hatten es auch alle teilnehmenden Schüler geschafft, durchgehend „smart“ zu bleiben.

„Damit liegt Düsseldorf weit über dem Bundesschnitt“, freut sich Fachberater Andreas Vogt von der AOK, die den Wettbewerb in Düsseldorf durchführte. Unter allen „smarten“ Klassen wurden insgesamt 24 Sachpreise verlost. Darüber hinaus wurden auch die Siegerklassen des Kreativwettbewerbs geehrt, die mit besonderen Aktionen bei anderen Schülern ihrer Schule für das Nicht-Rachen warben. So sammelte die Klasse 8d des Gymnasiums Gerresheim unter anderem Spenden für den Verein „Weißes Friedensband“, während die Siebtklässler der Hauptschule Itterstraße einen Osterlauf veranstalteten.

Die Jury überzeugt hat aber die 8b der Freiherr-vom-Stein-Realschule, die gleich fünf Filme zum Thema rauchfrei bleiben produzierte. Den Sonderpreis, ein Besuch im Phantasialand für die ganze Klasse, erhielt die 8e des Theodor-Fliedner-Gymnasiums für ihr kombiniertes Engagement. Die Schüler sprachen Passanten an, befragten sie und warnten mit Infoständen vor den gesundheitsschädlichen Folgen des Rauchens. – Auch die 6c des Goethe-Gymnasiums durfte sich über eine besondere Ehrung freuen. Gekoppelt an den Wettbewerb suchte die vor einem Jahr gegründete „Generation Rauchfrei“ der Landeshauptstadt noch nach einem passenden Logo für ihr Aktionsbündnis. „Grundidee war, die Hand eines Erwachsenen zu zeigen, die von einem Kind aus einem Zigaretten-Sumpf gezogen wird“, erklärt Schülerin Rita (11) den Entwurf. Ihre Mitschüler griffen das Konzept auf und erweiterten es – nun ragt aus den Zigaretten eine Hand hervor, die eine Erdkugel hält.

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