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Düsseldorfer Rat bestätigt neue Manager für Kultur und Jugend

Neue Führungskräfte im Rathaus : Düsseldorfer Rat bestätigt neue Amtsleitungen für Kultur und Jugend

Die Kultur zählt zu den weichen Standortfaktoren der Landeshauptstadt. Und die Jugend muss immer noch die Folgen der Pandemie bewältigen. Welche Qualifikationen für die neuen Führungskräfte sprechen.

Ein Neuzugang und ein Eigengewächs führen künftig zwei der wichtigsten Ämter im Düsseldorfer Rathaus. Die Vorschläge von Oberbürgermeister Stephan Keller zur Leitung des Kultur- und des Jugendamts passierten am Donnerstagabend den Rat ohne Widerspruch. Vom Bodensee an den Rhein kommt die Kulturmanagerin Angélique Tracik. Die Leiterin des Fachbereichs Kultur in Radolfzell (rund 30.000 Einwohner) hatte sich in einem mehrstufigen Auswahlverfahren gegen 30 Mitbewerber durchgesetzt. Vor ihrem Wechsel nach Radolfzell im Jahr 2013 hatte Tracik unter anderem in einer Kulturagentur und als Medienmanagerin gearbeitet. „Ich freue mich darauf, meine Ideen, fachliche Kompetenzen und Erfahrungen in die Kultur der Landeshauptstadt einzubringen“, sagt sie. – „Ein solcher Wechsel ist eher ungewöhnlich, aber wir strecken ihr die Hände entgegen und freuen uns auf eine fruchtbare Zusammenarbeit“, sagt Manfred Neuenhaus, Vorsitzender der FDP-Fraktion und des Kulturausschusses. Eine gute Hand „für eines der schwierigsten Ämter“ in der Verwaltung wünscht SPD-Kulturexpertin Klaudia Zepuntke der Expertin aus dem Süden. „Die Zukunft der Oper, das Schauspiel, die Museen, die Künstlerförderung und die freie Szene – das alles sind große Herausforderungen“, sagt sie.

Neuer Leiter des Jugendamts wird Stephan Glaremin. Der Jurist ist für Politiker und Experten ein alter Bekannter. Zwölf Jahre lang führte der in Benrath lebende Verwaltungsmann im Düsseldorfer Jugendamt die Abteilung Kinder- und Jugendförderung, bevor er 2017 die Leitung des Kölner Jugendamtes übernahm. „Er verfügt über ein exzellentes Netzwerk im Rheinland“, sagt Jugenddezernent Burkhard Hintzsche. Auch Neuenhaus begrüßt die Entscheidung: „Das ist ein gutes Signal nach innen, dass auch Eigengewächse eine Karrierechance haben.“ Glaremin folgt auf Johannes Horn, Tracik auf Marianne Schirge. Beide hatten viele Jahre an der Spitze ihres Amtes gestanden.

(jj)