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Düsseldorf: Düsseldorfer Politiker wollen die Verbindung nach Duisburg retten

Düsseldorf : Düsseldorfer Politiker wollen die Verbindung nach Duisburg retten

Wie wichtig die Linie U 79 zwischen Düsseldorf und Duisburg ist, zeigen die Reaktionen aus dem Rathaus der Landeshauptstadt.

"Geht nicht, gibt's nicht", sagte der Vorsitzende des Verkehrsausschusses, Martin Volkenrath (SPD). Düsseldorfer Politiker haben deshalb mehrere Vorschläge entwickelt, wie die Verbindung in die Nachbarstadt gerettet werden kann. Der Linie droht zwischen 2017 und 2019 das Aus, weil Duisburg die Sicherheitstechnik in seinen U-Bahn-Tunneln nicht erneuern kann und dann keine Freigabe mehr für die Tunnel erhielte.

Die vier Lösungsvorschläge im Überblick:

Rheinbahn übernimmt die Linie U 79 komplett Diese Idee gefällt allen großen Fraktionen. Bisher sind zu einem größeren Teil die Rheinbahn und zu einem kleineren Teil die Duisburger Verkehrsgesellschaft für die U 79 zuständig. Die Rheinbahn hatte schon einmal angeboten, die Linie komplett zu übernehmen, dies war am Widerstand der Duisburger gescheitert. Für die Rheinbahn hätte diese Lösung den Vorteil, dass sie ihre Werkstätten noch besser auslasten könnte. Duisburg würde Geld sparen.

Landesregierung springt ein FDP-Fraktionschef Manfred Neuenhaus sieht wie CDU-Verkehrsexperte Andreas Hartnigk die rot-grüne Landesregierung in der Pflicht. "Man kann eine Verbindung, die über 113 Jahre gewachsen ist, nicht einfach einstellen, nur weil einer der beiden Partner die Ausgaben zurzeit nicht stemmen kann", sagte Neuenhaus. Deshalb hoffe er auch, dass sich Regierungspräsidentin Anne Lütkes (Grüne) in die Debatte einmischt.

Duisburg gibt seine U-Bahn-Tunnel auf Grünen-Fraktionssprecher Norbert Czerwinski will auch prüfen, ob die U 79 in Duisburg komplett oberirdisch fahren kann. "Unterirdisch fahren in Duisburg relativ wenig Linien. Deshalb muss Duisburg sehen, ob es gut beraten ist, viel Geld in die Sanierung der Tunnel zu stecken oder sie nach 2019 aufgibt und bis dahin oberirdische Alternativen findet." Das würde auch Betriebskosten sparen.

Duisburg zahlt nur einen Teil der Kosten Sozialdemokrat Volkenrath will gemeinsam mit Duisburg ermitteln, welchen Kostenanteil die Nachbarstadt übernehmen kann. Anschließend müsse man mit anderen Partnern (Verkehrsverbund, Verkehrsminister) reden, wie der Rest finanziert werden könne.

(top/jco/top)