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Düsseldorfer Kreative produzieren Gesichtsschutzvisiere gegen Corona

Gemeinnütziges Projekt an Hochschule Düsseldorf : Corona-Schutzvisiere aus dem 3D-Drucker

Kreative stellen an der Hochschule Düsseldorf aus Acrylglas-Scheiben Schutzmasken her und verschenken sie zum Beispiel an Klinik-Mitarbeiter.

Eine Gruppe aus Kreativen mit unterschiedlichen Talenten hat sich an der Hochschule Düsseldorf zusammengeschlossen, um für die „Helden des Alltags“ Gesichtsschutzvisiere herzustellen. „Durch die Medien sind wir darauf aufmerksam geworden, dass es einen akuten Mangel an Schutzkleidung gibt“, sagt Jochen Zäh, Fachlehrer für Material und Technik und Leiter des „Labor Form + Struktur“ am Fachbereich Design.

Neben Ansgar Krajewski, Lehrbeauftragter am Fachbereich Architektur, und dem ehemaligen Architekturstudenten Dennis Liesenhof ist er einer der drei Initiatoren des Projekts der Gruppe, die sich 3Dorf nennt und elf Teammitglieder zählt. Auf Basis einer Open-Source-Datei hat das Team eine eigene Maske mit Acrylglas-Scheiben entwickelt und sie hinsichtlich effizienter Produktion und Tragekomfort optimiert.

Da die Kreativen das Wissen und die Möglichkeiten haben, diese Masken herzustellen, sei man gleich aktiv geworden, um Krankenhauspersonal, niedergelassene Ärzte, Schwestern, Empfangspersonal und Beschäftigte im Supermarkt vor einer Ansteckung zu schützen. Dank vieler Helfer und Unterstützer habe man schon nach wenigen Tagen die erste Lieferung an mehrere Kliniken und ein Hospiz ausliefern können. Letzteres hätte ohne diese Masken sonst sogar den Betrieb einstellen müssen.

Regional sei die Nachfrage hoch und jeden Tag kämen weitere Anfragen dazu. Zurzeit könnten an der Hochschule im Stadtteil Derendorf täglich ca. 50 Masken hergestellt werden. Die Umsetzung des Projektes sei dank der schnellen Unterstützung der Hochschule, die einen großen Teil der Kosten für die Produktion übernimmt und die Räumlichkeiten bereitstellt, sowie Geldern verschiedener Sponsoren erst möglich geworden.

Projekt unterstützen Weitere Helfer und Sponsoren sowie Materialspenden für die Produktion sind willkommen. Wer das Projekt unterstützen will oder die Schutzmasken bestellen will, kann sich bei der Gruppe melden – per E-Mail an info@3dorf.de melden oder unter http://3dorf.de/#shields.

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