Düsseldorfer Kioskbesitzer entführt Schülerin (14) Prozess startet

Prozess vor dem Amtsgericht Düsseldorf : Kioskbesitzer wegen Entführung einer 14-Jährigen vor Gericht

Ein Düsseldorfer Kioskbesitzer soll ein 14-jähriges Mädchen entführt und missbraucht haben. Nur gegen die Zusage, das Mädchen solle ihn heiraten, habe er sie wieder laufen lassen.

Der Prozess gegen einen Düsseldorfer Kioskbesitzer (37) wegen Verschleppung einer 14-jährigen Schülerin und sexuellem Missbrauch des Mädchens hat am Freitag beim Amtsgericht Düsseldorf begonnen. Nach Verlesung der Anklage nahm der Angeklagte zunächst keine Stellung zu den Vorwürfen.

Ihm wird angelastet, das Kind im Herbst 2017 in einer westfälischen Kleinstadt aus einer mit ihm flüchtig bekannten Familie unter einem Vorwand in sein Auto gelockt, es in ein nahe gelegenes Waldstück verschleppt und dort missbraucht zu haben. Dabei habe er, so die Anklage weiter, mehrfach ein vermeintliches Anrecht auf die Schülerin erhoben. So soll er sie als „mein Haus, mein Leben“ bezeichnet und ihr nach dem Missbrauch auf dem Rücksitz seines Autos erklärt haben: „Jetzt gehörst Du mir!“ Nur gegen die vorgetäuschte Zusage des Mädchens, dass es ihn heiraten werde, habe er sich bereit erklärt, das Kind wieder nach Hause zu bringen.

Tatsächlich aber sei er an deren elterlicher Wohnung vorbeigefahren und habe die Schülerin trotz deren heftiger Gegenwehr nach Düsseldorf entführt. Nach sieben Stunden in der Gewalt des 37-Jährigen soll es Einsatzkräften der Polizei dann gelungen sein, den Angeklagten vor dessen Wohnung festzunehmen, das Mädchen zu befreien. Für den Prozess gegen den Kioskbetreiber hat das Amtsgericht jetzt mehrere Verhandlungstage angesetzt.

(wuk )