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Vor der Landtagswahl: Düsseldorfer Grüne hoffen auf den Wahlkampf-Endspurt

Vor der Landtagswahl : Düsseldorfer Grüne hoffen auf den Wahlkampf-Endspurt

In keiner anderen Landtags-Fraktion ist der Anteil der Düsseldorfer so hoch wie bei den Grünen - noch. Für zwei der drei Abgeordneten aus Düsseldorf wird es angesichts der schlechten Werte richtig eng.

Sollten sich die miesen Umfragewerte am 14. Mai bestätigen, wären Stefan Engstfeld (Listenplatz 16) und Martin-Sebastian Abel (18) wohl raus. Nur Monika Düker ist dabei, falls die Grünen in den Landtag kommen. Entsprechend angespannt ist die Stimmung im Kreisverband, der auf starke Präsenz in den letzten Wochen setzt: Mehr als 2800 Plakate wurden aufgehängt, auch der viel beschworene Haustürwahlkampf soll Wähler mobilisieren. Ein prägendes Thema ist Lärmschutz: Nur mit den Grünen gebe es keine Kapazitätserweiterung am Flughafen und den besten Schutz an Gleisen. Die Kandidaten:

Astrid Wiesendorf, 48 Jahre, Norden: Die Ingenieurin ist die einzige Bewerberin ohne Landtags-Mandat und -Chance - die ehemalige Ratsfrau, die im Planungsausschuss aktiv ist, wirbt unter anderem mit dem Versprechen nach mehr Geld für bezahlbare Wohnungen um Stimmen.

Monika Düker, 54, Ost: Die ehemalige Landesvorsitzende ist das bekannteste Gesicht der Düsseldorfer Grünen. Im Innenausschuss will sie sich unter anderem für mehr Polizisten gegen die vielen Diebstähle in der Stadt einsetzen. Bis Dezember war sie flüchtlingspolitische Sprecherin, trat dann aus Protest gegen Abschiebungen nach Afghanistan zurück.

Stefan Engstfeld, 47, Westen: In seiner ersten Amtszeit hat sich Engstfeld vor allem in der Verkehrspolitik engagiert, unter anderem für Lärmschutz. Er ist zudem eine treibende Kraft hinter den Anstrengungen der Düsseldorfer Abgeordneten für eine Konzentration des Regierungsviertels.

Martin-Sebastian Abel, 31, Süden: Mit nur 31 Jahren hat der Theologe bereits die erste Wahlperiode im Landtag hinter sich. Er ist Sprecher der Fraktion für Finanzen und für Tierschutz. Er betont, dass die rot-grüne Mehrheit die Netto-Neuverschuldung gesenkt und trotzdem in Düsseldorf viel investiert habe.

(arl)