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Grünes Licht vom Koch-Institut: Düsseldorfer darf mit Stammzellen forschen

Grünes Licht vom Koch-Institut : Düsseldorfer darf mit Stammzellen forschen

Am Tag der Bundestagsentscheidung zum Stammzellgesetz hat das Robert-Koch-Institut (RKI) die 29. Genehmigung zum Import humaner embryonaler Stammzellen erteilt. Wie das Institut am Freitag in Berlin mitteilte, geht die Erlaubnis an den Neurologen Marcel Dihne von der Uni Düsseldorf.

Es ist bereits die sechste in diesem Jahr erteilte Genehmigung. Dihne will aus den humanen embryonalen Stammzellen funktionierende Netzwerkstrukturen des Gehirns schaffen. Sie sollen unter anderem der Erforschung neurodegenerativer Erkrankungen dienen. Außerdem geht es um neue Erkenntnisse zur Entwicklungsbiologie menschlicher Nervenzellen.

Umstritten ist die Forschung an Stammzellen, weil für ihre Gewinnung Embryos getötet werden. Andererseits versprechen sich Forscher Erkenntnisse, die zu einer Heilung schwerer Krankheiten wie Parkinson oder Multiple Sklerose beitragen könnten. Die Forschung an menschlichen embryonalen Stammzellen ist in Deutschland seit 2002 möglich und umstritten.

Am Freitag hatte der Bundestag eine Liberalisierung des Stammzellgesetzes beschlossen. Der Stichtag für den Import embryonaler Stammzellen aus dem Ausland wird demnach vom 1. Januar 2002 auf den 1. Mai 2007 verschoben. Das RKI ist von der Bundesregierung mit der Genehmigung der Stammzell-Einfuhr beauftragt.