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Düsseldorfer Bäderchef geht schon im März

In der Kritik nach den Rheinbad-Krawallen : Düsseldorfer Bäderchef geht schon im März

Roland Kettler verlässt im Frühjahr seinen Posten. In seine Zeit fällt eine Bau-Offensive für die Düsseldorfer Schwimmbäder. Nach den Rheinbad-Krawallen stand er allerdings in der Kritik.

Nach zehn Jahren verlässt der Chef der städtischen Bädergesellschaft, Roland Kettler, im Frühjahr seinen Posten. Zwei Jahre vor der Altersgrenze verabschiedet sich Kettler zu Ende März vorzeitig –Kostenpflichtiger Inhalt drei Monate nach dem Start seines Nachfolgers Christoph Schlupkothen. Der Schritt sei eine „persönliche Entscheidung“ gewesen, sagt Kettler. Allerdings hatte er zuletzt nicht mehr den Rückhalt der Stadtspitze um  Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD).

Kettlers großes Verdienst ist die Erneuerung der Bäderlandschaft. In seine Zeit fällt die Konzeption und die Umsetzung vieler Neubauten. Dazu gehören die Erweiterung des Rheinbads, das Kombibad am Flinger Broich, das „Rheinblick 741“ in Oberkassel/Heerdt, das Mehrgenerationenbad in Benrath und der geplante Neubau in Unterrath.

In der Kritik stand der Elektroingenieur, der aus Osnabrück gewechselt war, nach den Krawallen im Rheinbad im vergangenen Sommer. Geisel warf ihm vor, bei der Sicherheit zu zögerlich zu sein und in der Krise zu halbherzig reagiert zu haben. Die letzten Jahre sollte Kettler als Folge einen Teil einer Doppelspitze bilden. Nun zieht der 63-Jährige selbst einen Schlussstrich – und zeigt sich zufrieden. „Wir haben viel gearbeitet und viel hinbekommen“, lautet sein Resumée.

(arl)