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Düsseldorfer Alzheimer-Verein gibt Tipps zum Vorbeugen

Mediterrane Ernährung wichtig : Wie man Alzheimer vorbeugen kann

Auch soziale Kontakte sollten gepflegt werden, sagt die Düsseldorfer „Alzheimer Forschung Initiative“.

Im Alter an Alzheimer zu erkranken und dann nicht mal mehr seine eigene Familie zu erkennen: Davor haben viele Menschen Angst, zumal die häufigste Form der Demenz noch immer nicht heilbar ist. Doch durch eine gesunde Lebensweise kann man zumindest das Risiko, daran zu erkranken, senken. Da­rauf weist die Düsseldorfer „Alzheimer Forschung Initiative“ (AFI) hin, der größte private Förderer der Alzheimer-Forschung in Deutschland. In ihrer Broschüre „Alzheimer vorbeugen: Gesund leben – gesund altern“ gibt die AFI nun Tipps, wie man sich geistig und körperlich fit halten kann.

Geistig fit bleiben Es gibt viele Möglichkeiten, etwas für seine geistige Fitness zu tun. Musizieren gilt als besonders effektiver Schutz, denn es fördert die Konzentration und die körperliche Koordination gleichermaßen. Doch auch Lesen, das Lernen einer Fremdsprache oder das Kartenspielen können helfen, die Gehirnzellen auf „Trab“ zu halten.

Gesund ernähren Alzheimer-Forscher haben herausgefunden, dass vor allem eine mediterrane Ernährung das Gehirn mit wichtigen Nährstoffen versorgt und auch seine Abwehrbereitschaft stärkt. Deswegen sollte man darauf achten, viel Obst und Gemüse, aber auch Olivenöl und Nüsse zu sich zu nehmen. Rotes Fleisch und fettiger Fisch sollten wiederum nicht so oft verzehrt werden.

Soziale Kontakte pflegen Wer viel allein ist, hat ein besonders hohes Risiko, an Alzheimer zu erkranken: Es ist doppelt so hoch wie bei jemandem mit regem Sozialleben. Deswegen sollte man sein gesellschaftliches Leben immer pflegen, mit seiner Familie, Freunden und auch Bekannten in regem Kontakt bleiben, sie regelmäßig treffen und sich austauschen.

Medizinisch vorsorgen Regelmäßig sollte man sich vom Arzt untersuchen lassen. Dazu rät die Alzheimer Forschung Initiative. Vor allem auf Symptome für Herz- und Gefäßerkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes, Herzrhythmusstörungen und erhöhte Cholesterinwerte sollte man achten.

Es gibt allerdings auch Faktoren, die man nicht beeinflussen kann, und das sind das Alter und die Gene. Je älter ein Mensch wird, desto höher ist sein Alzheimer-Risiko, sagt die AFI. Von den 70- bis 75-Jährigen sind nur drei bis vier Prozent betroffen, während es bei den über 90-Jährigen mehr als ein Drittel sind. Auch Genmutationen können für den Ausbruch der Krankheit ursächlich sein. Das betrifft aber weniger als ein Prozent aller Alzheimer-Fälle.

Die Broschüre „Alzheimer vorbeugen: Gesund leben – gesund altern“ kann man kostenlos bestellen beim gemeinnützigen Verein der Alzheimer Forschung Initiative, Kreuzstraße 34, 40210 Düsseldorf, Telefonnummer 0211 - 8620660.                   
www.alzheimer-forschung.de