Name und Nachricht: Düsseldorf

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Er ist nicht der Lautsprecher in der ersten Reihe, sondern der ruhige Manager im Hintergrund. Manfred Kornfeld (57) ist der kaufmännische Vorstand der Industrieterrains Düsseldorf-Reisholz (IDR). Die Aktiengesellschaft ist eine hundertprozentige Tochter der Stadt Düsseldorf und mehr als hundert Jahre alt, ihre Wurzeln liegen in der Zeit, als Henkel nach Düsseldorf kam und sich im Stadtsüden ansiedelte.

Der Vertrag mit Kornfeld, 2016 für zunächst drei Jahre abgeschlossen, ist gestern vorzeitig um fünf Jahre verlängert worden.

Das ist auch eine Bestätigung für effektives Agieren. Kornfeld hat nämlich eine Doppelfunktion. Er ist "nebenbei" auch noch Finanzchef der IPM, jener Firma, die aktuell 15 Schulbauprojekte mit einem Volumen von 150 Millionen Euro durchführt. Hinzu kommt das Albrecht-Dürer-Kolleg, das rund 75 Millionen Euro kostet und jetzt von der IDR an die Stadt verkauft wird. Dass die Vorhaben so rasch abgewickelt werden, ist auch das Verdienst Kornfelds, der die Finanzierung sicherstellt.

So kann man sagen: Baute die IDR früher die neue Messe, den Dome und die Arena, errichtet sie heute Schulen. Von den 35 Millionen Euro Umsatz entfällt aber nur knapp ein Drittel auf Geschäfte mit der Stadt, ansonsten betreibt die IDR Gewerbehöfe, Parkhäuser oder baut Firmenzentralen. Dieser Mix macht Kornfeld Spaß, und deswegen ist der Betriebswirt schon seit 25 Jahren der IDR treu. Täglich pendelt der Fortuna-Fan aus Mülheim ein, wo er mit seiner Frau und dem 19-jährigen Sohn lebt.

Dabei spielt Stau keine Rolle - wer um 6.30 Uhr im Büro ist, kommt gut durch. Die Arbeit ist offenbar auch Hobby. Als solches nennt Kornfeld nämlich nur "ein bis zwei Mal Laufen pro Woche".

(RP)
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