Name & Nachricht: Düsseldorf

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Das Heilige Land kennt Stadtdechant Ulrich Hennes gut. "Durch zahlreiche persönliche Zeiten und Pilgerfahrten habe ich eine enge Verbundenheit mit der Region", sagt er. Das Band wird künftig noch enger sein, denn der Pfarrer der katholischen Innenstadt-Gemeinde ist seit kurzen Ritter vom Heiligen Grab in Jerusalem.

In einem feierlichen Ritus, der Investitur, hat ihn Kardinal Reinhard Marx gemeinsam mit neun Frauen und zwölf anderen Männern in die Gemeinschaft aufgenommen.

Als Priester erhielt Hennes eine Mozetta mit Ordenskreuz. Die Ritter vom Heiligen Grab sind ein päpstlicher Orden, dem neben Geistlichen auch katholische Laien angehören. Um eine Aufnahme kann man sich nicht bewerben, mögliche Kandidaten werden angesprochen. "Die Frage, ob ich mich weiter engagieren möchte, habe ich aus vollstem Herzen bejaht", sagt der Seelsorger, der im Schatten von St. Lambertus am Stiftsplatz wohnt.

Hauptaufgabe des Ritterordens ist die Unterstützung der Christen im Heiligen Land, vor allem in Israel, Jordanien und Palästina. Finanziell gefördert werden beispielsweise Pfarreien, soziale Projekte, Schulen und Kindergärten sowie Pflegeeinrichtungen. Finanziert wird diese Unterstützung aus Jahresbeiträgen und Spenden. Weltweit gibt es rund 30.000 Ordensmänner und -frauen, darunter 1400 in Deutschland. Sie verpflichten sich, den katholischen Glauben öffentlich zu bekennen sowie der Gesellschaft und der Kirche zu dienen.

Zu der Frühjahrsinvestitur in Würzburg, bei der Ulrich Hennes aufgenommen wurde, waren etwa 450 Mitglieder und deren Angehörige gekommen. Gemeinsam mit anderen feierten sie den Gottesdienst. Jörg Janßen

(RP)
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