Name und Nachricht: Düsseldorf

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Ihr Grundsatz für die Menschenführung in einem Unternehmen lautet: Nur wenn die Mitarbeiter zufrieden sind, sind auch die Ergebnisse gut. Das dürften die rund 1000 Diakonie-Mitarbeiter, für die Stefanie Krones ab sofort verantwortlich ist, gerne hören. Mit einer Andacht in der Kreuzkirche wurde die 47-jährige Volljuristin in ihr neues Amt eingeführt. Von Beate Linz übernimmt sie nicht nur den Bereich "Leben im Alter", sondern bildet gemeinsam mit Thorsten Nolting und Rudolf Brune das künftige Führungstrio der Düsseldorfer Diakonie.

Gearbeitet hat die in Urdenbach beheimatete evangelische Christin in den vergangenen zwölf Jahren in Köln. Dort war sie als Prokuristen und Personalchefin für die Caritas- und Betriebsführungsgesellschaft (CBT) tätig, die unter anderem 15 Einrichtungen der stationären Altenhilfe betreibt. "Dort habe ich mein Herz und meine Leidenschaft für die soziale Arbeit und das Thema Pflege entdeckt", sagt die Mutter einer 19-jährigen Tochter.

Mit der Rückkehr nach Düsseldorf schließt sich für die aus dem westfälischen Burgaltendorf stammende Juristin ein Kreis. Nach ihrer Ausbildung war sie im Medienhafen für den Bundesverband digitale Wirtschaft tätig, hatte sich dort vor allem mit dem Arbeitsrecht und dem gewerblichen Rechtsschutz befasst. Von "Notstand" in der Pflege mag Krones nicht sprechen, wohl aber von gewaltigen Herausforderungen. Das Ziel der möglichen großen Koalition in Berlin, 8000 Pflegekräfte zusätzlich einzustellen, sieht sie als "Schritt in die richtige Richtung".

Wichtig sei es, für mehr gesellschaftliche Anerkennung der Pflegeberufe zu sorgen. Sonst drohten angesichts des Fachkräftemangels ernst zu nehmende Engpässe. Jörg Janßen

(RP)