Name und Nachricht: Düsseldorf

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Der Gastronom Christoph Poschmann blickt optimistisch in die Zukunft. Und das, obwohl diese für ihn als Betreiber des Café Velo am Rathaus eine ungewisse ist. Spätestens im Mai kommenden Jahres soll mit diesem Schluss sein. Denn die Stadt hat das Recht, den bis dahin laufenden Mietvertrag mit ihm zu kündigen, falls das Gebäude in der Zwischenzeit verkauft wird. "Zunächst einmal sind mein Team und ich hoch motiviert, den Vertrag zu erfüllen", sagt er. "Ich habe ein großes Interesse, unser etwas anderes Café weiter zu betreiben", gibt er freimütig zu. Gespräche soll es Anfang kommenden Jahres geben.

Die Stadt sucht derzeit nach einem Interessenten für die Alte Kämmerei, den riesigen Verwaltungsbau aus den 1950er Jahren, in den das Café zur Tour de France als Zwischennutzung eingezogen ist. Der Großteil des Gebäudes steht leer, weil die Stadt die mehr als 20 Millionen Euro teure Sanierung nicht angehen möchte. Stattdessen will sie den Bau veräußern. Das im Frühjahr eröffnete Fahrrad-Café hatte wirtschaftliche Schwierigkeiten, der Gastronom hat gewechselt. Es sollte als Anlaufstelle für die Tour-Fans dienen. Die Stadt hatte eine sehr geringe Miete angesetzt, um das Projekt zu ermöglichen. Die FDP fragte im Haupt- und Finanzausschuss nach, ob man diese jetzt nicht erhöhen müsste. Wegen der kurzen Laufzeit will die Stadtverwaltung darauf aber verzichten. Christoph Poschmann gab Gas, die Tour de France ist längst passé, und die Düsseldorfer sowie Touristen finden über das Radsportspektakel hinaus Gefallen an seinem Konzept. Das sieht übrigens jetzt schon frische Waffeln vor, zu Weihnachten Gänseessen und an Karneval Partys. "Trotz Schwebezustand haben wir Freude mit dem Café Velo", sagt Poschmann. A. Lieb und B. Pavetic

(RP)
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