Name und Nachricht: Düsseldorf

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Kulturdezernent Hans-Georg Lohe verkündete im Kulturausschuss eine gute Nachricht: Der lange Streit mit dem Cellisten Thomas Beckmann um die Sanierung des Schumann-Hauses sei geklärt, sagte er auf Anfrage der CDU. Beckmann habe "schriftlich zugesichert", für die Dauer der dringend notwendigen Arbeiten an dem historischen Gebäude auszuziehen. Anschließend könne das geplante Museum in dem Haus entstehen - und Beckmann trotzdem in seine Wohnung zurückkehren. Letzteres galt bislang als ausgeschlossen. Ein Extra-Eingang für den Cellisten soll die neue Lösung ermöglichen.

Die Darstellung der Sachlage im Ausschuss war allerdings etwas verkürzt, wie Lohe gestern auf Anfrage bestätigte: So konkret ist die Vereinbarung mit dem Cellisten, der in dem städtischen Gebäude zur Miete wohnt, noch nicht. Beckmann jedenfalls klingt nicht, als sei er auf Einigungskurs. Er ließ in der "Westdeutschen Zeitung" verlauten, er fordere von der Stadt zunächst ein "inhaltliches Konzept" für das Museum und bezweifelte, dass die städtische Sammlung zu Robert und Clara Schumann ausreicht. Er würde "gegebenenfalls" für die Sanierung ausziehen - sieht diesen Fall aber nicht gegeben. Seiner Ansicht nach könne das marode Gebäude auch so saniert werden. Dem Bericht zufolge bezweifelt Beckmann auch, dass das Haus überhaupt eine Kernsanierung braucht. Das sind Argumente, die er seit langem vorträgt - und die nicht darauf hindeuten, dass der Konflikt beigelegt ist. Beckmann war nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Lohe zeigt sich dennoch optimistisch. Es bestehe ein "gutes Vertrauen". Beckmann werde natürlich für die Zeit des Auszugs eine Ersatzwohnung erhalten. "Wir sind auf einem guten Weg." Arne Lieb

(RP)
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