Name und Nachricht: Düsseldorf

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Italien liebt er. Und historische Reiseliteratur. Darüber hat Ulrich Erker-Sonnabend in den 1980er Jahren seine Doktorarbeit geschrieben. Nein, nicht über Goethes Reise in das Sehnsuchtsland der Deutschen, sondern über die romantisierende Orient-Wahrnehmung britischer Autoren im 19. Jahrhundert. "Für mich war das eine Form von Journalismus", sagt der 65-jährige. Journalisten sind es bis heute, die dem Sprecher der evangelischen Kirche in Düsseldorf in seinen Berufsjahren ans Herz gewachsen sind.

Seit 1989 zählt der mit Anneliese Sonnabend verheiratete Vater dreier erwachsener Kinder im Alter von 30, 27 und 22 Jahren zu den bekannten Gesichtern des Protestantismus in der Landeshauptstadt. Am 2. Mai wird er in der Johanneskirche in die Rente verabschiedet. Geistige Interessen prägen den in Oberhausen aufgewachsenen Christen, der sich als Jugendlicher im Christlichen Verein junger Männer (CVJM) engagierte, bis heute. Nach dem Abi studierte er in Bochum Anglistik, Amerikanistik und Germanistik, arbeitete später als wissenschaftlicher Mitarbeiter.

Zwei Jahre lang war er Lektor am German Department der University of St. Andrews in Schottland. Dann kehrte er der Uni den Rücken, absolvierte ein Volontariat beim Presseverband der evangelischen Kirche. Als Kirchensprecher etablierte er die Marke "evangelisch in Düsseldorf". Aus der Stadt, die er für "rheinisch-katholisch geprägt" hält, will der Wahl-Heerdter nicht mehr weg. "Mich freut bis heute das Heitere und Leichte." Ganz weg ist Erker-Sonnabend übrigens nicht.

Zwei halbe Tage macht er nach der Italienreise erst einmal weiter. "Für ein paar Monate, bis die Superintendantur neu besetzt ist." Jörg Janßen

(RP)