Düsseldorf: Zwei Männer festgenommen nach Drohungen mit Beilen

Polizei gibt Warnschüsse ab : Zwei Männer drohen in Düsseldorf mit Äxten

In gleich zwei Fällen sind in Düsseldorf Männer festgenommen worden, die mit Äxten bewaffnet waren. Einer hatte eine Gruppe von Leuten in Oberbilk bedroht, der andere stand mit einer Axt im Flur eines Mehrfamilienhauses.

Am späten Freitagabend alarmierte eine Frau aus Düsseldorf-Mörsenbroich die Polizei und gab an, ein Nachbar stehe mit einer Axt bewaffnet im Hausflur vor ihrer Tür. Als die Beamten in der Säckinger Straße eintrafen, stießen sie in der ersten Etage auf den bewaffneten Mann.

Trotz mehrfacher Aufforderung die Axt fallen zu lassen, reagierte der Mann nach Angaben der Polizei nicht. Als auch der Einsatz von Pfefferspray und die Androhung des Schusswaffengebrauchs keine Wirkung zeigte, gab einer der Polizeibeamten zwei Warnschüsse ab.

Der 71 Jahre alte Mann konnte überwältigt werden. Zwei Polizeibeamte erlitten Knalltraumata, der Senior eine Schürfwunde. Er wurde in eine psychiatrische Klinik gebracht. Das Polizeipräsidium Duisburg hat die Ermittlungen übernommen – auch, um den Einsatz der Waffe zu überprüfen.

Schon am frühen Abend hatte ein Randalierer in Oberbilk einne Gruppe junger Leute mit einer Axt bedroht. Noch sind die Hintergründe nicht eindeutig geklärt, fest steht aber nach Angaben der Polizei, dass ein 51-Jähriger Mann an der Oberbilker Allee mit einer Axt bewaffnet aus einem Auto ausstieg und auf die Gruppe an einer Haltestelle zuging, mit der es zuvor zu einer verbalen Auseinandersetzung gekommen war. Mehrere Zeugen verhinderten, dass der Mann zuschlug. Es kam aber zum handfesten Streit zwischen ihm und einem 26-Jährigen. Die Polizei kam dazu, die Beamten forderten den Mann auf, die Axt abzulegen. Er ging damit aber auf die Beamten zu.

Erst nach dem Einsatz von Pfefferspray und der Abgabe eines Warnschusses in die Luft legte er die Axt zu Boden, wie die Polizei mitteilte. Er konnte fixiert und festgenommen werden. Der Tatverdächtige musste in einem Krankenhaus ambulant versorgt werden. Von dort aus wurde er nach Rücksprache mit der zuständigen Staatsanwaltschaft entlassen. Nach der derzeitigen Bewertung wird gegen ihn wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Bei der körperlichen Auseinandersetzung wurde auch der 26-Jährige verletzt, er verzichtete aber auf einen Arzt.

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(hsr)