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Düsseldorf: Zahlreiche Hitze-Notfälle in den Krankenhäusern

Hitzewelle in Düsseldorf : Zahlreiche Hitze-Notfälle in den Krankenhäusern

Allein am Evangelischen Krankenhaus mussten bereits 30 Patienten in der Notaufnahme behandelt werden. Darunter sind nicht nur Senioren.

Mit der anhaltenden Hitzewelle steigt die Zahl der Düsseldorfer, die in Krankenhäusern behandelt werden müssen. Alleine am Evangelischen Krankenhaus in Unterbilk mussten bereits rund 30 Patienten behandelt werden, wie ein Sprecher des Hauses auf Anfrage unserer Redaktion mitteilte. In der Zentralen Notaufnahme mussten demnach vor allem ältere Patienten behandelt werden: „Häufig beobachten wir Kreislaufprobleme, Schwindel und ein allgemeines Schwächegefühl.“ Meistens seien die Beschwerden auf eine verminderte Flüssigkeitszufuhr, eine sogenannte Exsikkose, zurückzuführen. Doch auch junge Patienten müssten vereinzelt behandelt werden – etwa wegen eines Hitzeschlags nach einem zu langen Sonnenbad. Die Zahl der Patienten liege im Vergleich zur Hitzewelle im vergangenen Jahr aber (noch) niedriger.

Eine Entwicklung, die auch an der Düsseldorfer Uniklinik in Bilk deutlich spürbar ist. Patienten-Zahlen will das Haus zwar nicht nennen, spricht aber von einem „recht ausgeprägten Geschehen“, was die Behandlung und Versorgung von Menschen betrifft, die mit den Temperaturen über 30 Grad Celsius nicht zurechtkommen. Darunter seien wie gewohnt viele eher betagte Personen. Zu wenig zu trinken – das sei die Hauptursache für die Hitze-Beschwerden. Daher der Appell der Mediziner an die Düsseldorfer, viel zu trinken, eher schattige Orte aufzusuchen und körperlich anstrengende Aktivitäten möglichst und erst recht in der heißen Mittagssonne zu vermeiden.

Beim Verbund Katholischer Kliniken mit Häusern wie dem Augusta-Krankenhaus, dem Marienhospital und dem St. Vinzenz-Krankenhaus sieht es nicht anders aus. Auch dort mussten schon Patienten mit Hitze-Symptomen behandelt werden. „Zu wenig vom Richtigen zu trinken und zu viel vom Falschen“: Das sei eine der Hauptursachen, sagt Sprecher Peter Schmitz. So sollten vor allem Mineralwasser und isotonische Getränke getrunken werden. Viele Menschen würden jedoch zu Alkohol greifen und dabei unterschätzen, „wie verstärkend Alkohol bei Hitze wirkt“.